Erneuter Todesfall durch defekten Takata-Airbag

In den USA ist erneut eine Person durch einen defekten Airbag der japanischen Firma Takata gestorben – es ist der elfte Todesfall in diesem Land. Das Auto der tödlich verletzten Frau gehörte zu den Modellen, deren Airbags nach einem Aufruf der Behörden dringend repariert werden müssen.

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Bildlegende: Dies Airbags stellen ein «substanziell gestiegenes» Unfallrisiko dar. In den USA gibt es bereits den 11. Todesfall. Reuters / Archiv

In den USA gibt es einen elften Todesfall durch einen defekten Airbag von Takata. Eine 50-jährige Autofahrerin sei den Folgen eines Unfalls Ende September in Kalifornien erlegen, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit.

Nach Angaben der Behörde fuhr die Frau einen Honda Civic. Das Auto gehöre zu den Modellen von Honda, deren Airbags nach einem Aufruf der Behörde dringend repariert werden müssten. Die darin eingesetzten Airbags des japanischen Autozulieferers Takata stellten ein «substanziell gestiegenes» Unfallrisiko dar, vor allem wenn sie längere Zeit in sehr feuchten Gebieten gewesen seien.

Ursache des Defektes noch immer unklar

Die Luftkissen können platzen und durch umherfliegende Fragmente lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Mindestens 15 Menschen sind bisher weltweit daran gestorben. Die genaue Ursache des Defekts konnte bislang nicht ermittelt werden.

Takata, das rund 20 Prozent am Markt für Sicherheitsgurte und Airbags hält, kämpft seit gut zwei Jahren mit dem Skandal um defekte Airbags. Rund 100 Millionen der Schutzvorrichtungen wurden bereits zurückgerufen, fast 70 Millionen allein in den USA.

Die NHTSA wirft Takata vor, unzureichend und fehlerhaft über den Defekt informiert zu haben. Sie hatte dem Unternehmen deshalb vor knapp einem Jahr eine Rekordstrafe von bis zu 200 Millionen Dollar aufgebrummt.