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Wirtschaft Ex-UBS-Banker Weil willigt in Auslieferung an die USA ein

Der ehemalige UBS-Banker Raoul Weil, welcher in Italien aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen wurde, hat in seine Auslieferung an die USA eingewilligt.

Der in Italien festgenommene frühere UBS-Spitzenbanker Raoul Weil stellt sich in den USA einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Er habe der Auslieferung zugestimmt, weil er auf eine Auseinandersetzung in dieser Sache vorbereitet sei, heisst es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, welche sich dabei auf den Anwalt von Weil bezieht.

Weil wurde von den US-Behörden 2009 zur Fahndung ausgeschrieben. Die USA werfen dem früheren Chef des weltweiten Vermögensverwaltungsgeschäfts der UBS vor, rund 20'000 US-Kunden geholfen zu haben, Milliarden vor dem Fiskus zu verstecken.

Mitten in der Finanzkrise im November 2008 hatte die damalige Nummer 3 der UBS ihr Amt niedergelegt. Ein US-Richter erliess gar einen Haftbefehl gegen Weil. Seit damals galt er aus US-Sicht als flüchtig, da er bisher nicht vor Gericht erschienen war. Er war international zur Verhaftung ausgeschrieben.

Der Fall war damals ein grosser Schlag gegen die UBS und das Schweizer Bankgeheimnis. Unter dem Druck der USA musste die Bank im Februar 2009 Kundendaten an die US-Steuerbehörden liefern. Gleichzeitig bezahlte die UBS eine Busse von 780 Millionen Dollar und versprach, sich aus dem grenzüberschreitenden US-Geschäft zurückzuziehen.

Der 54-jährige Schweizer wurde schliesslich im Oktober in einem Nobelhotel in Bologna festgenommen worden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Zuerst einmal gilt die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils. In den letzten Jahren hat die Vorverurteilung in erschreckendem Masse zugenommen. Beginnend bei Politikern, welche zuerst einmal alle der Steuerhinterziehung bezichtigen, hin zu Staatsanwälten, welche Tatverdächtige medienwirksam festnehmen lassen, um in der Öffentlichkeit eine Vorverurteilung aufkommen zu lassen.
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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    Einerseits begrüsse ich die Aufarbeitung der verbotenen Geschäfte von Schw. Banken. Andererseits glaube ich nicht an einzelne Straftäter. Das die Amerikanischen Behörden auf einzelne Personen los geht ist absolut lächerlich. Aber das Vorgehen zeigt wieder einmal wie überflüssig das Amerikanische Justizsystem ist. Diese Leute arbeiten für ein Bankensystem und nicht als Einzelperson. Daher geht es um einen Sündenbock aber nicht um das eigentliche Problem. Nur Amerika löst seine Probleme immer so!
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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    die Italiener räumen langsam auf mit den Mafiakriminellen Schweizern im eigenen Land.
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