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Peter Kurer zeigt sich selbstkritisch
Aus News-Clip vom 18.02.2015.
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Wirtschaft Ex-UBS-Präsident Kurer räumt Fehler ein

Der ehemalige UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer schildert in der «Tagesschau», warum Grossunternehmen immer häufiger in Rechtsstreitigkeiten geraten und teils Milliardenbussen kassieren. Er zeigt sich dabei auch selbstkritisch.

Viele Unternehmen seien ungenügend auf die heutigen Risiken von Gerichtsverfahren vorbereitet, sagt Peter Kurer im Gespräch mit der «Tagesschau». Er war in den Jahren 2008 und 2009 Verwaltungsratspräsident der UBS – auf dem Gipfel des Steuerstreits mit den USA.

Rückblickend würde er das Geschäftsmodell der UBS «besser auf Rechtsrisiken abklopfen», so Kurer. Zudem habe die Branche unterschätzt, dass es Leute positiv zu beeinflussen gelte, damit sich diese an die Gesetze hielten. «Es braucht nur einen einzigen Mitarbeiter, der etwas Kriminelles macht, und das schlägt dann auf die ganze Bank nieder.»

Entwicklung unterschätzt

Die Geschwindigkeit der Entwicklung im Steuerstreit mit den USA habe er damals unterschätzt, räumt Kurer ein. Dennoch habe die UBS das Problem sehr rasch erledigt, fünf Jahre eher als andere Schweizer Banken.

Die Bussgeldzahlungen der UBS und anderer Schweizer Banken will Kurer im richtigen Verhältnis betrachtet wissen: Die Bank of America habe alleine das Neunfache an Bussen bezahlt wie alle Schweizer Banken zusammen, J.P. Morgan das Vierfache.

«USA sind auf den Geschmack gekommen»

Die Art und Weise, wie die US-Justizbehörden diese Fälle abarbeiteten, habe «gar nichts mit rechtsstaatlichem Verhalten zu tun», findet Kurer. Die USA seien auf den Geschmack gekommen; solche Bussen seien eine wesentliche Einkommensquelle. Kurers Prognose: Als nächstes werde der Technologiesektor «von den Amerikanern rechtlich angegriffen und ausgeraubt».

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Bei der letzten Oelung beichten sie meist noch alle ihre Sünden - es könnte die Hölle eventuell doch noch geben :-)
  • Kommentar von jo term , zürich
    wenn er so schlau ist ,hätte er als er als Rechtsanwalt das alles verhindern können.
  • Kommentar von Susanne Lüscher , Gossau
    Die Art und Weise, wie die US-Justizbehörden diese Fälle abarbeiteten, habe «gar nichts mit rechtsstaatlichem Verhalten zu tun» dieser Aussage kann man nur zustimmen. Die USA hat sich schon lange von jeglicher Rechtsstaatlichkeit entfernt!!!
    1. Antwort von J.B. Chardin , Basel
      Und was ist mit den CH-Justizbehörden? Die werden erst gar nicht aktiv, obwohl es gravierende Hinweise für illegale Machenschaften und Geldwäsche in der Schweiz gibt, siehe die jüngsten weit verspäteten Hausdurchsuchungen in Genf und nicht schweizweit! Beim Interview mit dem Herren oben kommt mir sofort nur ein einziges Wort sogleich über die Lippen: Gauner! (PS: so wie der jetzt aussieht, man kann sich ja noch an die Bilder seiner Inthronisation noch erinnern, macht's der nicht mehr lange...)
    2. Antwort von F.Fischer , Basel
      Richtig, aber das Schweizer Grossbankenmodell welches durch den liberalen Politfilz gefördert wurde hat auch nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.