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Wirtschaft Export: Der Uhrenindustrie schlägt eine schwere Stunde

Es ist nicht nur im Mai so gewesen. Auch im April und im März. Die Ausfuhrzahlen der Uhreinindustrie sind zum dritten Mal in Folge eingebrochen. Dass das Ergebnis des gesamten Aussenhandels dennoch positiv ausgefallen ist, hat die Pharmabranche ermöglicht – mit erhöhten Medikamentenpreisen.

Legende: Video Durchzogene Export-Bilanz abspielen. Laufzeit 1:00 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.06.2016.
Gestell mit goldigen Uhrwerken.
Legende: Im Moment bleibt die Uhren-Branche auf ihrer Auslandware sitzen. Besser geht es den Pharma-Konzernen. Reuters

Das Bild «präsentiere sich facettenreich», schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV), vor allem die Spannweite zwischen erfreulichen und problematischen Branchen.

So hat die Uhrenindustrie zum dritten Mal in Folge mit einem zweistelligen Rückgang der Exporte zu schaffen. Sie musste gegenüber dem Vorjahresmonat im Mai 2016 mit einem abermaligen Rückgang von minus 14,2 Prozent zurechtkommen. Rosiger sind die Werte in der Pharmabranche.

Der Wert der exportierten chemisch-pharmazeutischen Produkte stieg im Vorjahresvergleich um satte 22,6 Prozent. Real, also bereinigt um die Teuerung, wären die Exporte indes um 1 Prozent gefallen, wie aus der Aussenhandelsstatistik der Eidg. Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag hervorgeht. Die positiven Ergebnisse sind den gestiegenen Medikamentenpreisen zu verdanken.

Pharma bestimmt auch die Einfuhr-Zahlen

Da die Pharmaindustrie den mit Abstand wichtigsten Pfeiler der Exportindustrie darstellt, beeinflusste der Preiseffekt auch das Gesamtresultat stark. Während die Ausfuhren nominal um 5,7 Prozent zulegten, sanken sie real um 3,6 Prozent. Zum Vormonat April resultierte nominal ein Plus von 0,3 Prozent und real ein Minus von 0,4 Prozent.

Auch das Gesamtergebnis der Einfuhren war geprägt von den chemisch-pharmazeutischen Produkten. Deren Importwert stieg mit einem Plus von 763 Millionen Franken stärker als der Wert aller eingeführten Güter insgesamt (+745 Millionen Franken). Die Differenz erklärt sich insbesondere mit den neuerlich gesunkenen Energiepreisen.

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