Fast 14 Millionen Dollar Strafe für Wall-Street-Banker

Rajat Gupta verriet Geschäftsgeheimnisse direkt aus den Verwaltungsratssitzungen von Goldman Sachs an seinen Kumpel, einen Hedgefonds-Manager. Nun verurteilte ein US-Gericht Gupta auch in einem Zivilprozess.

Zwei Mal Gupta, davon ein Mal im Bildschirm einer Videokamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rajat Gupta vor dem New Yorker Gerichtsgebäude im Oktober 2011. Keystone

Die US-Justiz hat kriminelle Wall-Street-Banker weiterhin im Visier: Ein Bundesgericht in New York hat den 64-jährigen Rajat Gupta am Mittwoch zur Zahlung von 13,9 Millionen Dollar verurteilt. Er hat Firmengeheimnisse verraten. Zudem wurde ihm als einem der prominentesten Insiderhändler der Wall Street verboten, jemals wieder in gehobenen Positionen in börsennotierten Unternehmen oder bei bestimmten Finanzfirmen zu arbeiten.

Gupta stand zehn Jahre an der Spitze der Unternehmensberatung McKinsey. Seine exzellenten Kontakte brachten ihm Posten in den Verwaltungsräten des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble und der US-Investmentbank Goldman Sachs ein. Zum Verhängnis wurde ihm letztlich seine Männerfreundschaft zu Raj Rajaratnam, einem früheren Chef des Hedgefonds Galleon.

Im Oktober 2012 war der indisch-stämmige Gupta in einem Strafprozess bereits zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von fünf Millionen Dollar verurteilt worden. Drahtzieher Rajaratnam war 2011 zu elf Jahren Haft und hohen Geldstrafen verurteilt worden.