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Wirtschaft Fast 6 Millionen Fahrzeuge in der Schweiz gemeldet

Allein 2015 wurden in der Schweiz mehr als 400'000 Fahrzeuge neu in Verkehr gesetzt. Dieselwagen erfreuen sich grosser Beliebtheit – im Gegensatz zu Elektrofahrzeugen. Für einen Rekord sorgen die Motorräder.

Verschwommenes Foto eines Autos während der Fahrt
Legende: Die Zahl der Neuzulassungen im Jahr 2015 stieg um 7,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Keystone

Die steigende Mobilität in der Schweiz schlägt sich auch in der Statistik nieder. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der angemeldeten Fahrzeuge um 102'000 oder um 1,8 Prozent.

Im Jahr 2015 wurden 427'000 motorisierte Strassenfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Das waren 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur im Rekordjahr 2012 waren es mit 431'000 neu registrierten Fahrzeugen noch etwas mehr.

Starke Zunahme an Fahrzeugen seit 1990

Der Gesamtbestand aller in der Schweiz gemeldeten Fahrzeuge hat sich 2015 ebenfalls erhöht. Abzüglich der ausser Verkehr gesetzten Autos, Motorräder und Traktoren ergibt sich ein Plus von 102'000 Fahrzeugen. Damit nähert sich die Zahl der Sechs-Millionen-Marke: Ende 2015 waren gemäss Bundesamt für Statistik insgesamt 5,9 Millionen Fahrzeuge gemeldet.

In den vergangenen 25 Jahren ist die Zahl der motorisierten Fahrzeuge um mehr als die Hälfte gestiegen. Laut den BFS-Daten ist seit 1990 eine Zunahme um 55,8 Prozent zu verzeichnen.

Ein halber Personenwagen pro Einwohner

Drei Viertel all dieser gemeldeten Motorfahrzeuge sind Personenwagen: Ende 2015 waren insgesamt 4,5 Millionen Autos immatrikuliert gewesen (plus 1,7 Prozent). Auf 1000 Einwohner kommen demnach 541 Personenwagen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Schweizer vermehrt für kleinmotorige Autos mit Hubraumgrössen unter 1000 Kubikzentimetern entschieden. In dieser Kategorie sind fast 45 Prozent mehr Neuregistrierungen als im Vorjahr erfolgt. Dieselbetriebene Autos erfreuen sich ebenfalls grösster Beliebtheit. Sie legten gemäss BFS um 8 Prozent zu.

Die Statistik weist bei den Elektroautos nach wie vor ein grosses prozentuales Wachstum aus. 2015 waren 70 Prozent mehr E-Fahrzeuge gemeldet als im Vorjahr. In absoluten Zahlen bleibt die Flotte aber nach wie vor überschaubar – insgesamt sind landesweit 7531 Elektroautos zugelassen. Das entspricht 0,2 Prozent des gesamten Personenwagenbestandes.

Rekordzulassungen bei den Töffs

Die Statistik «Strassenfahrzeugbestand 2015», Link öffnet in einem neuen Fenster zeigt zudem auf, dass Motorräder im Trend liegen. 2015 sind fast 52'000 Töffs neu zugelassen worden. So viele wurden in einem Jahr noch nie verzeichnet. Insgesamt sind nun 710'000 Motorräder immatrikuliert.

Zum Bestand der Strassenmotorfahrzeuge zählten Ende 2015 auch 394'000 sogenannte Sachentransportfahrzeuge sowie 191'000 Landwirtschaftsfahrzeuge. Bei letzteren handelt es sich in drei von vier Fällen um einen Traktor.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Da soll noch einer sagen, wir müssten den Gürtel enger schnallen!
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Bei dieser "Übermotorisierung" muss zwingend vom Bundesamt für Verkehr gesetzlich ein Mindestprozensatz von zehn Prozent für Elektrofahrzeuge eingeführt werden.Wer den PKW hauptsächlich fürs Pendeln zur Arbeit einsetzt, braucht keinen Verbrennungsmotor mehr, auch wenn das die Autokäufer- und verkäufer anders sehen.
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Wir sind nicht übermotorisiert, wir sind übervölkert. Und a propos Verbrennungsmotor: Ein (überdimensioniertes) Elektroauto produziert mehr CO2 als ein sparsamer Benziner, solange noch ein Kohlekraftwerk in Europa Strom liefert. Viele machen leider diesen Denkfehler, besonders auch Frau Leuthard ,mit ihrem Tesla. Mit sehr viel mehr Benzinern und der gleichen Anzahl stillgelegter Teslas kann auch ein Kohlekraftwerk stillgelegt werden, so dass unter dem Strich bedeutend wenger CO2 produziert wird
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Mehr Menschen, mehr Autos, mehr Verkehr, mehr Kosten, mehr verbautes Land, mehr Probleme...wahrscheinlich leuchtet auch das wieder einigen nicht ein....
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