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Bankgeheimnis für viele Schweizer nicht wichtig
Aus Tagesschau vom 11.05.2013.
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Wirtschaft Fast jeder Zweite würde das Bankgeheimnis opfern

Bankauszüge direkt ans Steueramt? 47 Prozent der Schweizer finden das eine gute Idee. Sie sind bereit, das Bankgeheimnis aufzugeben, um das Ausfüllen der Steuererklärung zu erleichtern. Dies zeigt eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins «ECO».

Es war ein Tabu-Bruch: BDP-Präsident Martin Landolt schlug vor einem Monat vor, Banken sollen die für die Steuererklärung relevanten Daten ihrer Kunden direkt an die Steuerverwaltung schicken.

Die Behörden erhielten diese Daten sonst einfach via Bürger, begründete Landolt. So aber liesse sich das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtern. Dafür erntete er scharfe Kritik, vor allem aus dem bürgerlichen Lager.

Jetzt zeigt eine Umfrage von «ECO»: 19 Prozent der Schweizer befürworten die direkte Datenlieferung vollumfänglich, 28 Prozent mehrheitlich. Das heisst: 47 Prozent sind bereit, das Bankgeheimnis für eine erleichterte Steuererklärung zu opfern.

43 Prozent der Befragten stellen sich gegen Landolts Vorschlag, rund 10 Prozent machen keine Angaben.

«Es geht um die Wahrung der Privatsphäre»

Der designierte Präsident der Finanzdirektorenkonferenz (FDK) reagiert skeptisch. «Die grosse Zustimmung überrascht mich», sagt Peter Hegglin der «Tagesschau».

Er sei aber nicht der Meinung, dass Daten direkt von der Bank an die Steuerbehörde geliefert werden sollen. «Es geht um die Wahrung der Privatsphäre», begründet der künftige FDK-Präsident. Diese solle nicht unnötig vom Staat tangiert werden.

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Die Umfrage wurde von Isopublic im Auftrag von «ECO» durchgeführt. 1102 Stimmberechtigte wurden zwischen dem 2. und 8. Mai telefonisch befragt. Die Standardabweichung beträgt maximal 3 Prozent.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser , Zürich
    Und wer diese Zeilen glaubt wird seelig.Entweder die Befragten haben null Ahnung um was es wirklich geht,oder sie haben ganz einfach nicht ihre"wirkliche"Meinung kundgetan.Möglicherweise sind sie auch manipulativen Fangfragen"aufgesessen".Ein "ehrlicheres Verhalten"der Medien wäre zum Beispiel,detailgetreue Aufklärung(und dies in jeder Hinsicht)zu leisten.Vor-und Nachteile für den"Einzelnen"zu erwähnen.Z.B."Steuerlast würde(sicher)halbiert,wenn alle ganz ehrlich wären" kontra"gläsernen Bürger".
  • Kommentar von Hansuli Anderegg , Zürich
    Wieviele Leute wissen, was ein Depot ist und was in einem Depot-Steuerauszug drin steht? Wieviele Leute verstehen den Unterschied zwischen einer Steuererklärung und Steuerauszügen der Banken, die adminstrativen Vefahren? Die Vertauensintervall zwischen Wissensstand und Anworten beträgt etwa -95%.
  • Kommentar von Thomas Walter , Dietikon
    Wo ist diese Studie publiziert ? Denn ich würde mir gerne selber ein Meinung zur Qualität dieser Befragung bilden.
    1. Antwort von Beatrix Junod , Clarens
      ich bin auch ihrer Meinung, oder die Schweizer hatten keine Ahnung oder es war eine Fangfrage, schön wie der Schweizer manipuliert wird,
    2. Antwort von Redaktion ECO (SRF)
      Die Umfrage-Ergebnisse werden heute Abend im Wirtschaftsmagazin ECO publiziert. 22.20 Uhr, SRF 1.