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Wirtschaft Firmengründer kämpfen mit Bürokratie

Im Jahr 2014 sind in der Schweiz über 40'000 neue Unternehmen entstanden, wie aus Zahlen des Bundesamtes für Statistik hervorgehen. Doch noch immer kritisieren die Firmengründer vor allem eines: Die Bürokratie, die sich ihnen in den Weg stellt.

Legende: Video Firmengründung mit vielen Hindernissen abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.10.2016.

Insgesamt 42'478 neue Unternehmen gegründet und dadurch 56'996 neue Stellen geschaffen – die meisten im Dienstleistungssektor: Das haben Firmengründer in der Schweiz im Jahr 2014 erreicht.

Doch der Sprung ins Unternehmertum muss nach wie vor manche Hürde nehmen – vor allem bürokratische. Zum Beispiel beim Start-Up Advandon, einer neuen Online-Plattform für KMU. Diese können dort ihre offenen Rechnungen von Investoren vorfinanzieren lassen und kommen so umgehend zu flüssigem Geld.

Aber die Gründung verlief nicht ganz so flüssig, wie Mitgründer Phil Lojacondo: «Vor allem am Anfang mit all den Sozialversicherungen, der Pensionskasse und in unserem Fall der Quellensteuer, hat man einige Herausforderungen zu meistern.»

Ressourcenverschleiss Bürokratie

FDP-Nationalrat Marcel Dobler, Mitgründer des Onlinehändlers Digitec hat diesen Weg bereits hinter sich. Seine Firmenanteile hat er mittlerweile verkauft. Auf politischer Ebene setzt er sich nun für weniger Bürokratie ein. «In der Gründungsphase einer Firma, müssen etwa 30 Prozent der Arbeitskraft für Bürokratie aufgewendet werden, in der Startphase immer noch 20 Prozent. Das ist ein Problem», so Dobler.

Der Bund hat das Problem erkannt. Mit Startbiz.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster bietet das Staatssekretariat für Wirtschaft bereits jetzt eine Online-Plattform für Firmengründungen an. Ab nächstem Jahr soll diese aber viel mehr können. Der Plan des Bundes: Alle Prozesse, die eine Firma mit Behörden und Verwaltung hat, sollen elektronisch an einem Ort angeboten werden.

Für Marcel Dobler geht dies noch nicht weit genug: «Die Dienstleistungen müssen weiter ausgebaut werden und man muss unbedingt eine elektronische Unterschrift einführen.» Heute sei es nämlich so, dass man zwar alle Unterlagen online herunterladen und ausfüllen könne. Am Ende müsse man aber trotzdem alles ausdrucken, persönlich unterschreiben und per Post einsenden. Dies koste viel Zeit.

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