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Palladium so teuer wie noch nie
Aus HeuteMorgen vom 28.01.2019.
abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
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Folge des Dieselskandals Palladium ist mehr wert als Gold

  • Der Dieselskandal hat auch Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte.
  • Weil immer mehr Leute auf Benziner umsteigen, ist die Nachfrage nach Palladium, welches in Katalysatoren verbaut wird, stark angestiegen.
  • Das silberweiss-glänzende Edelmetall ist mittlerweile mehr wert als Gold.

Fast 1400 Dollar kostet eine Feinunze Palladium derzeit. Das ist so viel wie noch nie – und rund 100 Dollar mehr als die gleiche Menge Gold kostet. Alleine innerhalb der letzten sechs Monate hat sich Palladium um fast 50 Prozent verteuert.

Das lässt sich damit erklären, dass die Nachfrage aus der Automobilindustrie stark zugenommen hat. Denn die Autokonzerne sind die mit Abstand wichtigsten Abnehmer für Palladium. Sie verbauen das Edelmetall in Katalysatoren für Benzinmotoren. Und benzinbetriebene Fahrzeuge sind im Zuge des Dieselskandals bekanntlich wieder «en vogue».

Legende:
Preis für Palladium und Gold im 6-Monats-Vergleich alle Angaben in US-Dollar, finanzen.ch

Gleichzeitig ist von Hinweisen zu lesen, dass die grossen Palladium-Anbieter aus Russland und Südafrika das Edelmetall mittlerweile horten, statt auf den Markt zu bringen. Dies in der Hoffnung, die Preise könnten weiter steigen.

Platin bald wieder als Ersatz gefragt?

Fachleute erwarten denn auch, dass das Angebot an Palladium in den nächsten zwei Jahren die Nachfrage nicht decken können wird. Ob der Preis deswegen aber weiter steigt, ist ungewiss. Denn für Katalysatoren wäre etwa Platin, das mit Palladium verwandt ist, ein valabler Ersatz. Und weil Platin mittlerweile deutlich günstiger zu haben ist als Palladium, könnten die Autokonzerne ihre Katalysatoren künftig mit dem günstigeren Schwestermetall herstellen.

Ähnliches war bereits vor rund zehn Jahren zu beobachten. Damals sattelten die Autohersteller auf Palladium um, weil ihnen Platin zu teuer geworden war. In der Folge sank der Platinpreis. Gut möglich also, dass sich die Geschichte wiederholt – einfach mit umgekehrten Vorzeichen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Es ist halt doch nicht alles Gold das glänzt. Gold hat eine enorme Oberflächen beständigkeit kombiniert mit mit einer für den Menschen grandiosen Farbe.
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Eine Industrie mehr, die sich am Vernichtungsstress eine "goldene" Nase "verdient". Ohne Vernichtungsstress waeren die Katalysatoren ebenso ueberfluessig wie die pseudogruenen Politiker mit ihren pseudogruenen Buergerbelaestigungen, Buergerschickanen und Buergerabzocken….
    1. Antwort von Samuel Röthlisberger  (S.Roethlisberger)
      Klar. Katalysatoren, also Sorge zur Umwelt tragen, sind ja per se überflüssig. Ekelhaft.
    2. Antwort von Enrico Dandolo  (Doge)
      Was genau ist bitte "Vernichtungsstress"?
    3. Antwort von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
      @Herr Röthlisberger, um Ihre Fachkentnisse zu ergänzen: Palladium ist ein giftiges Schwermetall und die Katalysatoren sind dessen Verbreiter... . Dupond hat recht - der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben !
    4. Antwort von Laura Brunner  (bougiebear)
      @Fauser Palladium ist ein Edelmetall und wird unter Anderem für Zahnersatz und Schmuck verwendet. Es ist kein Schwermetall und ziemlich sicher ungiftig, denn sonst würde es in der Schweiz nicht im zahntechnischen Bereich verarbeitet. Da würde ich gerne Ihre Fachkenntnisse ergänzen.