Galenica spaltet sich auf

Der Verwaltungsrat des Berner Pharmakonzerns sieht die Zeit für eine Aufspaltung endgültig gekommen. Im vierten Quartal 2016 sollen zwei eigenständige börsenkotierte Unternehmen entstehen.

Labormitarbeiter leert Medikamente aus einem Kübel aus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Pharmafirma und ein Logistik- und Apothekenunternehmen sollen künftig im Alleingang an die Börse. Keystone

Dass der Pharmakonzern Galenica eine Aufspaltung plant, war schon länger bekannt. Doch nun hat der Verwaltungsrat den genauen Zeitpunkt bekanntgegeben: Im vierten Quartal 2016 wird es mit Vifor Pharma und Galenica Santé zwei eigenständige börsenkotierte Unternehmen geben. Eines operiert als Pharmafirma, das andere als Logistik- und Apothekenunternehmen. Die Vorbereitungen zur Aufspaltung kämen planmässig voran.

Sowohl Vifor Pharma als auch Galenica Santé hätten sich in den letzten Monaten erfolgreich weiterentwickelt und im Hinblick auf die Separierung die nötigen strukturellen und organisatorischen Massnahmen umgesetzt, heisst es weiter. Beide Geschäftseinheiten hätten mittlerweile eine Grösse und Stärke erreicht, die eine selbständige und unabhängige Weiterentwicklung möglich machten.

Etienne Jornod kündigt künftigen Rücktritt an

Vifor Pharma habe dank der «erfreulichen» Umsatzentwicklung der Schlüsselprodukte und der Erweiterung ihres Produktportfolios eine «solide» Grösse für die Unabhängigkeit erreicht. Der Umsatz von Vifor Pharma sollte bereits ab 2016 die Schwelle von einer Milliarde Franken überschreiten, heisst es.

Etienne Jornod, exekutiver Verwaltungsrat von Galenica, erachte die Schaffung von zwei neuen Unternehmen als den richtigen Moment, die Leitung neuen Händen anzuvertrauen. Er werde die Gruppe bis zur Separierung weiterhin in der bisherigen Funktion leiten und seinen Nachfolgern danach bis 2018 zur Verfügung stehen.
Jörg Kneubühler wurde im August 2014 zum CEO von Galenica Santé ernannt, Søren Tulstrup ebenfalls im August 2014 zum CEO von Vifor Pharma.