Gazprom wittert Geschäft auf der Krim

Gazprom will auf die Halbinsel Krim expandieren. Der russische Staatskonzern hat bereits entsprechende Vorschläge unterbreitet.

Ein Hochhaus mit einem Gazprom-Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ist Gazprom bald auch auf der Krim tätig? Keystone

Die Krim als Teil Russlands ist bei Energieunternehmen begehrt. Vor der Halbinsel lagert Erdgas im Schwarzen Meer. «Natürlich war Gazprom der erste, der auf uns zugekommen ist», sagte der stellvertretende Ministerpräsident der Krim-Regierung, Rustam Temirgaliew. Der Gas-Konzern wollte sich nicht dazu äussern.

Ukrainische Energiefirma an Gazprom?

Schon vergangene Woche hatte Temirgaliew angekündigt, dass die staatliche ukrainische Energiefirma Chornomornaftohaz an ein russisches Unternehmen wie Gazprom verkauft werden könnte.

Die Ukraine deckt mehr als die Hälfte ihres jährlichen Erdgasbedarfs mit russischen Importen. Da die Regierung in Moskau diese Abhängigkeit schon mehrfach für politischen Druck eingesetzt hat, will die Ukraine ihre Energieversorgung breiter aufstellen.

Das Erdgas des Schwarzen Meeres spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch Konzerne wie Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, Eni und OMV waren zur Stelle, um bei der Förderung dabei zu sein. Die Investitionen sind wegen der Krise aber in Gefahr.