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Wirtschaft Globus übernimmt Modekette Schild

Globus-Warenhäuser und Schild-Filialen gehören künftig zusammen. Der Migros-Genossenschaftsbund hat einer Übernahme der Modekette Schild durch seine Tochter Globus zugestimmt. Was das kostet, sagen beide Seiten nicht.

Legende: Video Schweizer Detailhandel abspielen. Laufzeit 3:12 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.10.2013.

Der Migros-Genossenschaftsbund (MGB) hat einer Übernahme der Modekette Schild durch seine Warenhaus-Tochter Globus zugestimmt. In einer Mitteilung heisst es, Globus und Schild würden durch die Übernahme zur Nummer eins auf dem Schweizer Markt für mittlere und gehobene Mode. Der Umsatz belaufe sich auf zusammen rund eine Milliarde Franken.

Schild ist als Unternehmen aus der 1922 gegründeten Volkstuch AG hervorgegangen und betreibt 31 Modehäuser in der Schweiz. Schild zählt derzeit 730 Mitarbeiter während Globus auf 3100 und der Herren Globus auf 360 Arbeitnehmer kommt.

Kaufpreis unbekannt

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heisst es weiter. Die Übernahme muss noch von der Wettbewerbskommission gutgeheissen werden. Die Marke Schild soll erhalten bleiben. Schild soll als eigenes Modehaus unter dem Globus-Dach weitergeführt werden.

Laut Angaben der beiden Unternehmen seien Globus und Schild die einzigen, die in den letzten Jahren Marktanteile im mittleren und gehobenen Modesegment gewonnen hätten. Gerade dieses Segment sei aber wichtig, da dort 70 Prozent des Bekleidungsumsatzes in der Schweiz erzielt werde.

Die Magazine zum Globus, wie Globus offiziell heisst, betreiben in der Schweiz 14 Warenhäuser. Hinzu kommen 24 Filialen des Ausstatters Herren Globus. Warenhäuser und Herrenausstatter erwirtschafteten nach Angaben der Migros im vergangenen Jahr zusammen rund 785 Millionen Franken. Schild betreibt 31 Modehäuser sowie eine Reihe von Outlets und Markenshops. Die Modekette kam 2012 auf einen Umsatz von knapp 190 Millionen Franken.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von B. Bühler, Biel
    Migros und Coop sind geil nach Marktanteilen. Egal was es kostet, da wird die Ware dann auch mal unter dem Einstandspreis verkauft, nur um den kleineren Geschäften wieder ein paar Kunden abzujagen. Mit grossen Margen auf kleinen Alltagsprodukten wird das Ganze dann quersubventioniert. Jämmerliches Geschäftsmodell.
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Wenn sich die Migros jetzt auch noch vom längst überholten Begriff 'Genossenschaftsbund' verabschieden könnte, wäre, zumindest für mich, die Geschäftswelt noch etwas mehr in Ordnung, das Wort 'Genossenschaft' bedeutet doch gleichzeitig immer auch 'Steuererleichterung', zumindest im Sinne des Fiskus. Genossenschaften sind Relikte der grauen Vorzeit, es waren sozial-geprägte Zweck-Verbindungen der 'kleinen Leute', mit dem Ziel, gegen die Grossen+Mächtigen, wie Migros heute eine ist, anzukämpfen.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Man muss schon neoliberal sein um über sowas zu meckern. Der Kunde setzt zurecht andere Prioritäten.
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    2. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Herr Planta, Ich habe früher schon bestätigt, ultraliberal zu sein, was mich stört, ist, dass z.B. auch die Migros steuerlich davon in irgend einer Form profitiert, Genossenschafts-Status zu haben, 'normale' Unternehmen werden so automatisch fiskalisch diskriminiert, bzw. zahlen bei exakt gleichem Aufwand und Leistungen höhere Abgaben an den Staat. Als Resultat wachsen die Grossen weiter, und die Kleinen verschwinden, und mit ihnen viele anständig honorierte Arbeitplätze.Ist das, was Sie wollen?
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    3. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Genossenschaften wurden seinerzeit gegründet um den Kunden günstiges Einkaufen zu ermöglichen. Wäre dies nicht geschehen hätten wir in der Schweiz internationale Ladenketten mit ausländischen Billigprodukten und nur gutsituierte Leute könnten sich höherwertige Inlandprodukte leisten.
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    4. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Wussten Sie, Herr Planta, dass in der Nordschweiz wahrscheinlich die Hälfte der Grossverteiler-Mitarbeiter|innen ihre Milch+Fleischprodukte teils ennet dem grossen Bach einkauft? Und wissen Sie, warum? Ich hatte 5 Jahre lang Zeit und Gelegenheit, mit vielen dieser Leuten zu reden, die z.Teil mit <18 Stutz netto/Std. auch einmal im Jahr Ferien machen möchten, und lieber billigeres Fleisch essen möchten als gar keines. Und Milch für 0.59 Euro, statt 1.20 CHF. Ist sowas noch genossenschaftswürdig ?
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    5. Antwort von Albert Planta, Chur
      Das hat nichts mit der Gesellschaftsform zu tun sondern mit dem hohen Lohnniveau bei uns. Es sind ja fast alle Produkte bei uns teurer und nicht nur Lebensmittel.
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    6. Antwort von Nico Basler, Basel
      @planta Auch Sie sitzen dem Märchen von den hohen Kosten bzw. Löhnen auf. Der Grund der hohen Konsumentenpreise sind die exorbitanten Margen und die ineffiziente Struktur der beiden Oligopolisten.
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