Alpine Ski WM St. Moritz 2017 Goldmedaillen fürs Ski-Geschäft

An der Ski-WM gewinnt nicht nur, wer hart trainiert und am schnellsten ins Ziel fährt. Auch Ski-Verkäufer profitieren vom Grossanlass in St. Moritz. Für sie gilt: Je mehr Emotionen und Podestplätze, desto mehr Umsatz.

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Ski-Markt Schweiz

1:53 min, aus Tagesschau vom 6.2.2017

Wenn in den nächsten Tagen tausende Fans an die Ski WM in St. Moritz pilgern und ihre Idole anfeuern, dann schlägt auch das Herz der Sportartikelverkäufer höher. Denn wenn die Stimmung kocht und Schweizer Athleten Erfolge feiern, kurbelt das auch das Geschäft an. «Unsere Branche lebt von Emotionen, darum sind solche Anlässe enorm wichtig für uns», sagt Patrick Bundeli, Geschäftsführer von Intersport Schweiz.

Schweizer kaufen immer weniger Skis

Ein Fieber wie etwa an der Fussball-WM erfasst die Schweizer an der Ski-WM aber kaum. Und auch die Faszination für den Schneesport scheint in der Schweiz abzunehmen. Die Ski- und Snowboard-Verkäufe sind seit Jahren rückläufig (siehe Grafik). Das spürt auch Intersport. Eine Ski-WM könne den Umsatzrückgang zwar teilweise kompensieren, eine direkte Auswirkung auf die Verkäufe habe der Grossanlass aber nicht, sagt Bundeli: «Andere Faktoren, wie das Wetter oder der Einkaufstourismus, beeinflussen unser Geschäft stärker.»

Skimarkt Schweiz Die Ski-Verkäufe in der Schweiz sind seit Jahren rückläufig. Quelle: GfK Switzerland

Ski-WM als Marketing-Plattform

Anders beim Skihersteller Stöckli. Für den Ausrüster der Spitzensportler kommt die Ski-WM einer Marketing-Plattform gleich. Der Geschäftsführer Marc Gläser fiebert denn auch besonders mit seinen Stöckli-Athleten mit. «Eine Goldmedaille hilft unserem Geschäft extrem. Die Leute wissen dann, dass wir schnelle Skier haben und wollen diese kaufen». Die Erfolge auf der Rennpiste hätten eine langfristige Auswirkung auf den Absatz: «Unsere Marke bleibt auch nach einem WM-Erfolg in den Köpfen der Menschen und die Schweizer sind stolz auf unsere kleine Skimanufaktur», sagt Gläser.