Google löscht jetzt auch Schweizer Einträge

Google hat damit begonnen, Links von Schweizern zu löschen. Diese hatten das im Namen ihres Rechts auf Vergessen verlangt. Texte, die dem Recht auf Information widersprechen könnten, werden jedoch nicht zensuriert.

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Bildlegende: Der Europäische Gerichtshof hat Google dazu verknurrt, Einträge auf ein Gesuch hin zu löschen. Keystone

Jetzt werden bei Google auch die Lösch-Gesuche aus der Schweiz bearbeitet. Über die Identität der Gesuchsteller schweigt sich Google aus. Wie Ende Juli bekannt wurde, sind in der Schweiz 1645 Gesuche eingegangen, die 7085 Links betreffen. Aktuell kann Google noch nicht sagen, wie viele Einträge auf google.ch gelöscht worden sind.

Die durch den Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Google entstandenen Schwierigkeiten halten weiterhin an. Zum einen muss das Unternehmen veraltete und unpräzise Einträge löschen. Zum anderen muss es dem Recht der Öffentlichkeit auf Information Folge leisten, etwa wenn es um Politiker geht.

Damit ein Eintrag gelöscht werden kann, muss der Gesuchsteller eine Reihe von Informationen angeben. Neben dem Namen muss er mittels eines elektronischen Formulars seine Identität belegen. Im Anschluss müssen die Antragsteller ihr Ersuchen begründen.