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Wirtschaft Grosser Stellenabbau bei UPC Cablecom

Die Kabelnetzbetreiberin baut in nächsten drei Jahren 250 Stellen ab – rund 10 Prozent aller Arbeitsplätze in der Schweiz und Österreich. Für die Betroffenen gibt es einen Sozialplan.

UPC-Cablecom-Gebäude
Legende: In der Schweiz arbeiten rund 1600 Menschen für Cablecom, in Österreich sind es rund 900. pd

Nach der Zusammenlegung der Schweizer mit der österreichischen Ländergesellschaft baut UPC Cablecom in den nächsten drei Jahren 250 Stellen in beiden Ländern ab. Die Arbeitsplätze werden vor allem in der Schweiz gestrichen.

«Kündigungen unvermeidbar»

Bis 2018 fallen rund 10 Prozent des gesamten Personalbestandes in der Schweiz und Österreich weg, wie die Kabelnetzbetreiberin in einem Communiqué schreibt. Betroffen seien sämtliche Bereiche. Die Gesamtzahl betroffener Stellen könne noch sinken, wenn in dieser Zeit das Geschäft rascher als geplant wachse.

Wo immer möglich soll der Abbau über die natürliche Fluktuation, interne Wechsel, Frühpensionierungen und ähnliche Massnahmen erfolgen, hält UPC fest. «Betriebsbedingte Kündigungen werden sich jedoch nicht in allen Fällen vermeiden lassen», schreibt Cablecom weiter, ohne eine Zahl zu nennen.

Sozialplan für Betroffene

Man habe in beiden Ländern mit den Sozialpartnern gesprochen, um Kündigungen möglichst zu vermeiden oder deren Folgen für die Betroffenen zu mildern. Dabei sei ein Sozialplan beschlossen worden.

Dieser enthalte unter anderem eine Beschäftigungsgarantie für Mitarbeiter, die älter als 58 Jahre seien, sagte Cablecom-Sprecher Marc Maurer. Zudem gebe es eine Verlängerung der Kündigungsfrist für die Betroffenen. Diese würden auch bei der Suche nach einer neuen Stelle begleitet. Wenn sie etwas finden würden, bevor die Kündigungsfrist ablaufe, könnten sie früher gehen, sagte der Konzernsprecher.

Die Gewerkschaften zeigten Verständnis: «In intensiven und erfolgreichen Verhandlungen ist es uns gelungen, eine für alle Seiten tragbare Lösung zu finden», erklärte Giorgio Pardini, von der Geschäftsleitung der Gewerkschaft Syndicom: «Die sozialverträgliche Umsetzung der geplanten Massnahmen stand für uns an oberster Stelle.»

Mit dem Abbau will UPC Cablecom unter anderem Doppelfunktionen vermeiden, die sich nach der Zusammenlegung der schweizerischen mit der österreichischen Ländergesellschaft ergeben haben.

1600 Cablecom-Angestellte in der Schweiz

UPC Austria und UPC Cablecom hatten Ende Juli 2014 die Gründung einer gemeinsamen Regionalorganisation innerhalb des amerikanischen Kabelnetzkonzerns Liberty Global bekannt gegeben. In der Schweiz arbeiten rund 1600 Menschen für Cablecom, in Österreich sind es rund 900.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Frei, Wettingen
    Ist ja toll, 250 Stellen abbauen, das spart ja viel Geld. Freue mich schon, wenn ich einen Brief von Cablecom bekomme, wo mir mitgeteilt wird, dass sie wegen der gesenkten Kosten auch die Abonnementgebühren senken. Ja, schön wär es. - Übrigens, in Wien kostet das gleiche UPC Paket wie ich es hier in der Schweiz habe, nur rund die Hälfte.
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  • Kommentar von Hanspeter Maurer, Bern
    Gleichzeitig schickt die UPC einen Bettelbrief: Das Abo wird jetzt Fr 3.- teurer bei gleicher Leistung! Jährlich! Bei mir waren es in den letzten 5 Jahren jährlich 5% mehr und die Papierrechnung mit der die UPC gleichzeitig die Mitteilung der Preiserhöhung berichtet kostet sagenhafte Fr. 5.- im Monat. Besonders nervt mich die agressive Werbung die fast Wöchentlich im Briefkasten ist (die könnten doch die Rechnung gratis mit der Werbung schicken!) und versteckte Kosten (NK.Tv Anschluss 30.-)
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  • Kommentar von P. Manser, St. Gallen
    Wundert mich ja nicht! In meiner Gemeinde hat die UPC 3000 Haushalte verloren. Vorgehen: Lokalen Kabelnetzbetreiber kaufen, UPC-Modem den bestehenden Kunden zusenden, 3 Tage später die Vertragsbedingungen in denen steht, dass man automatisch ein Jahresvertrag abgeschlossen hat. Min. 200 Sender versprochen 48 gehalten davon keiner in HD, Internet läuft nach Wetterlage nicht oder nur zu 1/3 der Leistung. Und diese Premiumbehandlung kostet nur 20% mehr als vorher. Welcome bei UPC-Cabelcom.
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    1. Antwort von D. Becker, Gebenstorf
      Tja, dann sollte man den lokalen Netzbetreiber, der wohl nicht gewinnorientiert handelt sondern eher gemeinnützig, eben NICHT an Cablecom verkaufen. Genauso läuft's bei jeder Privatisierung. Da die Gewinne ja auch noch maximiert werden müssen, gehen entweder die Preise hoch oder der Unterhalt runter, oder grad beides. Mich wundert nur, dass das soviele wundert! Und, hat's einen Einfluss aufs Wählerverhalten? Welche Politiker unterstützen Privatisierungen? Und wem nützen diese? Wir bezahlen dann!
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