Gutes erstes Halbjahr für Unternehmen im SMI

Die Swisscom meldet einen leicht tieferen Reingewinn im ersten Semester – der Nettoumsatz ist im Vergleich zur Vorjahresperiode gewachsen. Damit haben nun die meisten ganz grossen börsenkotierten Firmen ihre Halbjahreszahlen präsentiert. Eine Bilanz.

Das Gebäude der Schweizer Börse SIX in Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Börsenanalysten sind zufrieden mit den Halbjahreszahlen der SMI-Titel. Keystone

Unter dem Strich haben die grössten börsenkotierten Firmen der Schweiz im ersten Halbjahr einen Gewinn von rund 28 Milliarden Franken gemacht. «Die Halbjahresabschlüsse sind relativ gut zu bewerten. Sie sind nicht überraschend gut, aber auch nicht schlecht», sagt Sven Bucher, Chefanalyst der ZKB.

Etwas härter urteilt die Bank Vontobel. Sie spricht eher von enttäuschenden Halbjahresabschlüssen. Allerdings sei das Umfeld schwierig gewesen, sagt Vontobel-Chefanalyst Panagiotis Spilopoulos, sowohl in Bezug auf die politischen Rahmenbedigungen als auch im Bezug auf die Entwicklung der Wechselkurse.

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Swiss Market Index

Der Swiss Market Index (SMI) ist der bedeutendste Aktienindex der Schweiz. Er bildet die 20 liquidesten und grössten an der Schweizer Börse (SIX) in Zürich gehandelten Titel ab. Da der SMI als repräsentativ für den Schweizer Markt gilt, wird er als Basiswert für zahlreiche Finanzprodukte verwendet.

Berücksichtige man dies, zeige sich, dass die Schweizer Unternehmen immer noch sehr stark seien und auch davon profitierten, so Spilopoulos.

Grösste Gewinne bei Novartis und Roche

Die grössten Gewinne schreiben in absoluten Zahlen nach wie vor die Pharmaunternehmen. Novartis und Roche haben im ersten Halbjahr beide mehr als fünf Milliarden Franken verdient. «Pharma ist noch immer ein extrem profitables Unterfangen. Wir reden von Margen von 40 Prozent», meint Spilopoulos.

Den grössten Einbruch bei den Halbjahreszahlen musste die Grossbank Credit Suisse vermelden. Grund sind die hohen Bussen aus den USA im Zusammenhang mit unversteuerten Geldern von US-Kunden auf Konten der CS.