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Diesel-Gate Haben auch die französischen Autobauer getrickst?

Legende: Video Der Dieselskandal trifft nun auch Frankreich abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.09.2017.
  • Französische Ermittler gehen einem Medienbericht zufolge Hinweisen nach, wonach fast zwei Millionen Wagen des Autobauers PSA (Peugeot, Citroën) manipuliert sein könnten.
  • Ähnlich wie bei VW sollen so die Abgaswerte geschönt worden sein. Das berichtet die Tageszeitung «Le Monde».

Peugeot 208, Citroën C3 und 7 weitere zwischen 2009 und 2015 gebaute Diesel-Modelle sind betroffen. Aus dem Auspuff dieser Wagen komme bis zu 170 Prozent mehr Stickoxid als vom Hersteller angegeben, schreibt «Le Monde». Eine betrügerische Software sei diesmal nicht im Spiel, zitiert die Zeitung aus dem noch unveröffentlichten Bericht der französischen Wettbewerbsbehörde. Betrogen werde bei der Kalibrierung der Motoren.

Dementi aus der Konzernzentrale

Der PSA-Konzern wies den Bericht umgehend zurück. Man verfolge keine «betrügerische Strategie» und halte in allen Ländern die Vorschriften ein. Der Konzern habe seine Fahrzeuge niemals mit einer Software ausgestattet, die Abgastests erkenne und dabei eine Abgasreinigung einschalte, die sonst inaktiv sei.

PSA steht seit April wegen möglicher Täuschung bei Diesel-Abgaswerten im Visier der französischen Justiz. Zuvor hatte die Antibetrugsbehörde ein Dossier mit ihren Erkenntnissen zu PSA an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Bestehen die Beweise vor Gericht, droht PSA eine Busse von bis zu 5 Milliarden Euro. Die Wettbewerbshüter riefen auch bei VW, Renault und Fiat Chrysler die Justiz an, die jeweils Ermittlungen aufnahm.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Was ich gerne wissen möchte ist, wie Endsorgt die Autoindustrie einmal die vielen Batterien und wohin mit den Diesel und Benzinfahrzeugen? In die Drittweltländer auszulagern )zu verkaufen) wäre ja auch Unsinn. Es würde das Problem nur verlagern und niemanden nützen. Schon seit langem werden die Menschen in den armen Staaten nach Strich und Faden betrogen. Dessen Staatschefs werden auch immer Fetter.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Weshalb sollte sich am Entsorgungszyklus der Fahrzeuge gross etwas ändern? Die heutigen Fahrzeuge müssen ja auch irgendwie verschrottet werden. Die bedeutendste Änderung ergibt sich durch den Verbrauch von Wertstoffen in Akkus. Dadurch wird sich bei der Entsorgung das Prinzip Recycling weiter steigern und perfektionieren müssen.
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  • Kommentar von melchior walcher (melchiorwalcher)
    Immer diese blauäugigen Elktromobilitätspropheten.... Woher kommt der Strom für die Akkus? Wie Umweltfeindlich sind Akkus? Wo werden sie hergestellt und entsorgt? Die Punkte sind alle nicht genügend geklärt. Bei 1% E-Mobile im Verkehr ist das natürlich auch nicht so ein Problem. Da kann man sich mit dem Prius schon als Saubermann hinstellen. Was aber bei 80 - 90 % ?? Solange nicht aus eigener Kraft bewegt, wird die Massenmobilität immer ein Problem sein!
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  • Kommentar von Fritz Konsum (FritzK)
    Egal ob man Verbrennungsmotoren liebt oder nicht, wer sich heute noch ein Dieselauto (oder auch Benziner) kauft, wird es spätestens in 5 Jahren tief bedauern, da es wertlos sein wird. Der Durchbruch bei der Elektromobilität ist nicht zu stoppen, Investitionen in Batterie-Technologien steigen rasant, Kosten werden sinken, Reichweite wird steigen. Städten und Länder werden auch mit noch stärkeren Anreize für e-Autos folgen, Fahrverbote für Öl-Motoren einführen, usw.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Hört mir auf, Elektromobilität in den Himmel zu loben. Sie ist eine Sackgasse. Erstens steckt dermassen viel graue Energie und Umweltverschmutzung drin, dass es einem nur schlecht werden kann. Zweitens hält die Menschheit diesen Ansatz aus Mangel an seltenen Erden nicht durch. In 30 Jahren ist Schluss mit HiTech. Wasserstoff wäre trotz seiner schlechteren Energieeffizienz der wesentlich einfachere und robustere Antrieb, denn er könnte mit Sonnenenergie gewonnen werden.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Die batteriebetriebenen Elektroautos werden in 5 Jahren wohl am Verschwinden sein. Die Zukunft heisst SOFC (läuft mit Diesel, Benzin, synthetischem Methan, Biogas etc.) und diese Technologie kann dann auch die Nachfrage befriedigen. Batterien sind zu teuer und ganz einfach: Es gibt nicht genug Ressourcen.
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    3. Antwort von Fritz Konsum (FritzK)
      Ducrey, schon mal von IAA Frankfurt gehört? Autokonzerne haben da letzte Woche ihre Zukunftspläne präsentiert. VW wird bis 2030 20 Milliarden in e-Autos investieren, 50 Milliarden in neue Batterieproduktion, und 80 e-Modelle bis 2025 einführen. Daimler: Ab 2020 gibt's nur noch e-Smarts. BMW: 25 e-Autos bis 2025. Aus China werden auch "einige" e-Autos kommen. Und wegen Energiequelle: Bei der Energiewende werden die Batterien mit Sonnen- und Windstrom geladen. Aber ja, du weißt es sicher besser..
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    4. Antwort von Beat Reuteler (br)
      So schnell geht das nicht Hr. Konsum. Obwohl unser Diesel bereits in die Jahre gekommen ist, sehe ich nicht wieso ich mich reuig werden sollte. Wenn nichts Dummes passiert plane ich ihn durchaus deutlich mehr als weitere 5 Jahre zu fahren.
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