Handy in Flammen: Samsung stoppt Produktion von Galaxy Note 7

Dass auch Austauschgeräte des Galaxy Note 7 gebrannt haben, setzt Samsung noch stärker unter Druck. Die Produktion sei vorübergehend eingestellt worden, berichten Medien. Samsung selbst spricht von Produktionsanpassungen.

Kundin vor einer Wand mit Modellen des Galaxy Note 7 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In den USA verkaufen Händler teilweise auch das Austauschgerät des neuen Samsung-Handys nicht mehr. Keystone

Aus dem Hoffnungsträger ist ein Sorgenkind geworden: Statt den Konkurrenten Apple mit dem Galaxy Note 7 das Fürchten zu lehren, gerät Samsung damit immer stärker in Bedrängnis. Nach unbestätigten Medienberichten steht die Produktion des neuen Smartphones erst einmal still.

Geschäfte in den USA geben selbst neue Geräte nicht mehr aus, nachdem Kunden Brände auch bei ausgetauschten Geräten gemeldet hatten. Inzwischen wurden vier Fälle allein in den USA bekannt, in denen ein Ersatzgerät in Flammen aufgegangen sein soll.

Samsung spricht von Produktionsanpassungen

Das «Wall Street Journal» berichtete in der Nacht zum Montag unter Berufung auf informierte Personen, Samsung habe die Fertigung vorläufig gestoppt. Auch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap verbreitete eine gleich lautende Meldung und nannte den Manager eines Zulieferers als Quelle.

Samsung selbst wollte die Meldungen weder bestätigen noch dementieren. Der Elektronik-Riese spricht lediglich davon, die Produktion angepasst zu haben. Damit solle die Qualität der Smartphones sichergestellt werden.

2,5 Millionen Geräte sollen getauscht werden

Anfang September hat Smartphone-Marktführer Samsung eine weltweite Umtauschaktion für rund 2,5 Millionen Geräte des Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr lanciert.