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Szene in einem Modegeschäft.
Legende: Eine Beratung gibt's nicht online – nur im Modegeschäft. Keystone
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Wirtschaft Harte Zeiten für Modegeschäfte

Immer mehr Kleider- und Schuhläden schliessen oder meldeten in den letzten Monaten gar Konkurs an. Der Modebranche machen der starke Franken und die Online-Konkurrenz zunehmend Probleme.

Zu den besten Zeiten führte das Zentralschweizer Modehauses Companys mehr als 20 Läden in der Schweiz. Nach dem Konkurs im September konnten noch deren neun gerettet werden. Grund für die Krise bei Companys seien «einige Elemente, darunter der starke Schweizer Franken», sagt André Odermatt. Er ist neuer Präsident und Sanierer bei Companys.

Schweizer kaufen Mode im Ausland

Der starke Franken hat das Einkaufen für Schweizer Konsumenten im Ausland billiger gemacht. Besonders in den Grenzregionen fehlten deshalb hierzulande plötzlich die Kunden. Die Folge: Viele Kleider- und Schuhläden mussten schliessen. Doch der Umbruch in der Modebrache kommt nicht plötzlich – er kündete sich schon lange an.

So geht etwa das Wachstum der Online-Versandhändler wie Zalando oder Amazon auch auf Kosten der Fachläden. Ein weiterer Grund sei die Ausdehnung von Weltmarken wie H&M und Zara. Ob in New York, in Mailand oder Zürich: An den grossen Einkaufstrassen der Welt findet man inzwischen überall die gleichen Läden. «Es gibt eine Bewegung der Uniformierung der Mode und der Kleider», stellt Odermatt fest.

Audio
Harte Zeiten für Schweizer Modegeschäftte
aus HeuteMorgen vom 13.10.2015.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 54 Sekunden.

Internationale Konkurrenz

Ausserdem müssen das Hemd, die Hose und das T-Shirt billig sein; die Preise für Kleider und Schuhe sind in den letzten Jahren gesunken. Hinzu kommt, dass Schweizerinnen und Schweizer einen immer kleineren Anteil des Lohnes für Mode ausgeben. Dafür wird zum Beispiel ein neues Smartphone immer wichtiger. Das zeigen die Zahlen des Bundes.

Trotz allem werden die Mode-Fachgeschäfte überleben, glaubt Companys-Präsident Odermatt. Zwar werde das Online-Geschäft ein wichtiger Absatzkanal sein. «Doch Kunden, die sich gut beraten lassen wollen, werden weiterhin in ein Fachgeschäft gehen und dort auch einkaufen», ist er überzeugt.

Gute Beratung also als Mittel gegen weitere Ladenschliessungen und Konkurse.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (robo)
    Es gibt zwei wichtige Gründe zu diesem Modeladen-Sterben, die vorallem wir Konsumenten und Zeitgenossen(innen) mitverantworten müssen: Statt in einem Modefachgeschäft qualitativ GUTE Kleider und Schuhe zu kaufen, lassen sich viele von billigen "Ransch-Produkten" verführen. Dazu wird immer mehr durch die Internet-Fernanbieter zu Billigpreisen bestellt! Zweitens wollen "wir" ständig die neusten "Modehits" anschaffen und tragen. Modegags, die sowieso nach 2-3 Monaten NICHT MEHR "IN" sind!
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Den Billigramschläden braucht man fürwahr nicht nachzutrauern, verkaufen sie doch vorwiegend Klamotten aus Billiglohnländern, wo die Arbeitsbedingungen alles andere als menschenwürdig sind
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Man " macht" auf den Teller woraus man isst... soo ist die Realitaet..