Herbert Scheidt neuer Präsident der Bankiervereinigung

Die Schweizerische Bankiervereinigung hat mit Herbert Scheidt einen neuen Präsidenten. Der 65-Jährige folgt auf Patrick Odier. Zum ersten Mal werden die Geschicke der Vereinigung nicht von einem Banker aus Basel oder Genf geleitet.

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Bildlegende: Herbert Scheidt amtet auch als Verwaltungsratspräsident der Zürcher Privatbank Vontobel. Keystone/Archiv

Der Verwaltungsrat der Bankiervereinigung (SBVg) hat Herbert Scheidt zum neuen Präsidenten gewählt. Der 65-Jährige tritt die Nachfolge von Patrick Odier an, der nach sieben Jahren an der Spitze des Verbands sein Amt auf den 15. September abgibt.

Odier hatte sich im April entschlossen, auf eine erneute Wiederwahl im kommenden September zu verzichten. Mit der Wahl des Verwaltungsratspräsidenten der Zürcher Privatbank Vontobel endet beim Branchenverband auch eine Ära. In der 104-jährigen Geschichte waren die Präsidenten bisher immer Privatbankiers aus Genf oder Basel. Mit dem elften Präsidenten bricht jetzt die SBVg mit dieser Tradition.

Langwierige Nachfolgesuche

Scheidt sei vom SBVg-Verwaltungsrat einstimmig gewählt worden, teilte der Branchenverband in einem Communiqué mit. «Ich bin sehr dankbar, dass mit Herbert Scheidt ein neuer Präsident gewählt wurde, der über einen grossen Leistungsausweis als Bankier verfügt. Ich bin überzeugt, dass Herbert Scheidt den Verband erfolgreich und geschlossen in die Zukunft führen wird», erklärte Odier.

Die Suche nach einem Nachfolger für Odier hatte sich in die Länge gezogen. Die Findungskommission der SVBg hatte geraume Zeit keine Persönlichkeit dazu bewegen können, dieses schwierige Amt zu übernehmen.

Denn die Bankiervereinigung muss die teils entgegengesetzten Interessen ihrer Mitglieder unter einen Hut bringen. Es tun sich Gräben auf einerseits zwischen primär inlandorientierten Banken und solchen, die stärker auf das internationale Geschäft ausgerichtet sind. Andererseits gibt es auch Klüfte zwischen Privatbanken und Grossbanken.