Hewlett-Packard streicht erneut bis zu 30'000 Stellen

Die Stellenstreichungen bei Hewlett-Packard finden kein Ende. Der seit drei Jahren laufende Abbau von 55'000 Jobs ist noch nicht einmal abgeschlossen, und schon sollen bis zu 30'000 weitere Stellen wegfallen.

Logo auf Tastatur. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Konzern-Führung rechnet mit Einsparungen von fast drei Milliarden Dollar. Keystone

Der Computer-Riese Hewlett-Packard will im Zuge seiner Aufspaltung bis zu 30'000 weitere Arbeitsplätze streichen. Mit den Kostensenkungen sollen rund 2,7 Milliarden Dollar eingespart werden, wie der US-Konzern mitteilt. Die 25'000 bis 30'000 Jobs sollen vor allem im Geschäft mit Unternehmen wegfallen. Hewlett-Packard ist gerade dabei, den 2012 eingeleiteten Abbau von 55'000 Arbeitsplätzen abzuschliessen.

HP spaltet sich zum 1. November auf: Das Geschäft mit PCs und Druckern wird von den Dienstleistungen für Unternehmen abgetrennt, um den einzelnen Sparten zu mehr Wachstum zu verhelfen. Zum 31. Oktober vergangenen Jahres hatte HP insgesamt 302'000 Beschäftigte. Mit dem noch laufenden Abbau sollten ursprünglich nur 25'000 Stellen gestrichen werden, in mehreren Schritten wurden aber 55'000 daraus.

Einsparrungen von fast drei Milliarden Dollar

Die neuen Sparmassnahmen würden jede weitere Restrukturierung unnötig machen, kündigte Konzernchefin Meg Whitman an, die die auf Unternehmens-Services spezialisierte neue Firma führen wird.

Die Aufspaltung sollte nach bisherigen Angaben mehr als drei Milliarden Dollar an Kosten bringen – sich aber binnen einiger Jahre rechnen. Im vergangenen Quartal musste HP einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Branchenbeobachter rechneten bereits seit einigen Monaten mit einem weiteren Stellenabbau. HP machte keine Angaben dazu, in welchem Zeitraum die zusätzlichen Arbeitsplätze wegfallen sollen.