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Wirtschaft Höherer Europreis kann Einkaufstourismus nicht stoppen

Der Euro ist im Vergleich zum Schweizer Franken vergangene Woche um 6 Prozent gestiegen. Dem Euro-Shopping der Schweizer kann das bislang nichts anhaben. Viele kaufen weiterhin die billigeren Artikel in Deutschland. Basel versucht durch zahlreiche Massnahmen die Kunden hier zu halten.

Legende: Video Einkaufstourismus hält an abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.01.2013.

Im Ankauf kostet der Euro kostet 1,28 Franken. Das ist ein Anstieg um sechs Prozent zum bisherigen Preis in dieser Woche. Viele Schweizer lassen sich durch den Euroanstieg aber nicht davon abhalten, in Deutschland einzukaufen.

Gerade Basel leidet unter der Situation. Das deutsche Lörrach ist nur einen Katzensprung entfernt.

Lebensmittel sind dort bis zu 30 Prozent billiger, Kleider etwa 26 Prozent günstiger und Kosmetikprodukte liegen bis zu 60 Prozent unter dem Schweizer Preis.

Basel werden Massnahmen gegen das Euro-Shopping diskutiert. In Planung ist etwa die Ausdehnung der Öffnungszeiten.

Mathias F. Böhm, Geschäftsleiter Pro Innenstadt Basel, äussert sich aber im Gespräch mit der «Tagesschau» hoffnungsvoll, gerade im Hinlick auf den Preisanstieg in Deutschland.

7 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Viele der Schweizer, welche im nahen Ausland einkaufen gehen, vergessen zuerst einmal, woher ihr Lohn stammt. Dann schaden sie zusätzlich den VerkäuferInnen, welche in den Läden nahe der Grenze arbeiten. Und die sind garantiert nicht mit einem guten Lohn gesegnet. Kommt noch hinzu, dass wir von den Grenzgängern ebenfalls quasi abgezockt werden, indem diese zwar ihr gutes Geld in der Schweiz verdienen, jedoch im Ausland ausgeben.
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  • Kommentar von Röbi Buser, 4057 Basel
    Als alleinstehender Ingenieur geht's mir nicht ums Geld, freundliche Bedienung und angenehme Läden ziehen mich nach Deutschland, manchmal auch nach Bern. In Basel finde ich jede Menge Billigware oder völlig überteuertes Zeug in Schickimicki-Läden. Und vorwiegend unfreundliches inkompetentes Personal, das seinen Lohn auch nicht in der Schweiz versteuert. Bis vor ein, zwei Jahrzehnten gab es hier noch eingesessene Fachgeschäfte, in denen ich mich als Kunde willkommen fühlte.
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  • Kommentar von Rupprecht Knecht, Hinterkaifeck
    Der hierzulande zum Teufel gewünschte Euro, dem ein baldiges Ende vorhergesagt wurde, feiert wohl fröhliche Urständ. Und rechnet man die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz, ca. 50 % über EU-Niveau (incl.Mieten), dann nutzt das angeblich höhere Lohnniveau in der Schweiz dem Normalbürger gar nichts.
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