Holcim und Lafarge bestätigen den Verkauf von Firmenteilen

Grosser Deal unter Dach und Fach: Holcim und Lafarge verkaufen Firmenteile im Wert von 6,5 Milliarden Franken nach Irland. Damit rückt die Fusion der beiden Zementhersteller in greifbare Nähe.

Der irische Zementhersteller CRH habe das beste Angebot gemacht, sagte Holcim-CEO Bernard Fontana an einer Telefonkonferenz und bestätigte damit den Verkauf von Firmenteilen für insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fusion von Holcim und Lafarge.

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Bildlegende: Holcim-CEO Bernard Fontana. Keystone

Verkauft werden Aktivitäten in sieben europäischen Ländern sowie in Kanada, Brasilien, den Philippinen und den USA, wie es in einer Mitteilung der beiden Konzerne heisst. Die Firmenanteile haben 2014 insgesamt einen geschätzten Nettoumsatz von 5,2 Milliarden Euro erzielt.

Rund 5 Milliarden Euro werden bar bezahlt

Für die geplante Fusion müssen Holcim und Lafarge Teile ihres Geschäfts abgeben. Die EU-Kommission hatte den Deal nur unter dieser Bedingung genehmigt. Mit dem Verkauf an CRH werde ein grosser Teil der zu veräussernden Firmenanteile abgegeben, sagte Lafarge-CEO Bruno Lafont an der Telefonkonferenz. Die Fusion befinde sich damit auf gutem Weg. Ihr Vollzug sei noch für das erste Halbjahr 2015 geplant.

CRH hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, für den Kauf neue Schulden aufnehmen und Aktien in der Höhe von zehn Prozent platzieren zu wollen. Ein Teil der 6,5 Milliarden Euro solle zudem in bar gezahlt werden. Letzteres bestätigte Lafarge-Chef Bruno Lafont: Rund 5 Milliarden Euro werden bar bezahlt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Grossfusion zweier Giganten

    Aus 10vor10 vom 7.4.2014

    Der Schweizer Baustoffhersteller Holcim schliesst sich mit dem französischen Konkurrenten Lafarge zusammen. Die Grossfusion schafft den grössten Zementhersteller der Welt – mit 39 Milliarden Franken Umsatz. Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann sagt, Mega-Investitionen zwängen die Konzerne zum stetigen Wachstum.