Digitalisierung von Morgen Im WEF-Forschungslabor einen Blick in die Zukunft wagen

Die fortschreitende Digitalisierung erreicht eine neue Phase – und eine neue Entwicklungsstufe. Davon konnten sich die Teilnehmenden im WEF-Forschungslabor in Davos selbst überzeugen.

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Wenn eine Roboterin mit Menschen in Interaktion tritt

0:43 min, vom 20.1.2017

Um was geht es? Die Maschine ersetzt zunehmend den Menschen. Computer und Roboter übernehmen aber längst nicht mehr einfach nur simple Produktionsschritte am industriellen Fliessband, sondern immer mehr auch komplexe Aufgaben. Diese Digitalisierung war auch Thema am diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Wie gehen Firmen mit der zunehmenden Digitalisierung um? In einem nachempfundenen Forschungslabor am diesjährigen WEF konnten die Besucher einen Blick in die Ökonomie und Produktion der Zukunft werfen. Dabei erwartet die Teilnehmenden Überraschendes: Gleich beim Eingang zum Forschungslabor zucken die Besucher zusammen. Begrüsst werden sie nicht von einer freundlich lächelnden Empfangsdame aus Fleisch und Blut – sondern vielmehr von einer Roboter-Frau.

«Sophia» stellt sich gleich selber vor. Das Faszinierende – aber auch Erschreckende – an der virtuellen Dame ist ihre Mimik. Sie schaut dem Besucher direkt in die Augen, zwinkert, lächelt, ein Gesichtsausdruck geht fliessend in den nächsten über, alles täuschend echt, erstaunlich natürlich.

So versucht «Sophia» Kontakt mit den Besuchern aufzunehmen – und, ob man will oder nicht, man lässt sich tatsächlich ohne gross zu zögern darauf ein, nimmt mit diesem als Mensch getarnten Computer Kontakt auf. Gerade so, als hätte man es tatsächlich mit einem natürlichen Vis-à-Vis zu tun.

So fragt eine Besucherin spontan, ob «Sophia» denn hungrig sei. Für ein paar Elektronen habe sie immer Platz, so prompt die Antwort. «Sophia» beherrscht zahlreiche Gesichtsausdrücke. In der Regel ist ihr Ausdruck auf «freundlich» programmiert. Aber «Sophia» mit ihrem dunklen Teint, den grün-braunen Augen und gepflegten roten Lippen, kann auch traurig oder wütend dreinschauen.

Sophia lernt tagtäglich dazu, lernt aus der Interaktion mit Menschen – und sie hat ein klares Karriereziel: Sie will den Schritt aus dem Forschungslabor in die Arbeitswelt schaffen. Eines Tages arbeite sie in unserem Geschäft – oder bei uns zuhause. Sie könne ebenfalls auf die Kinder aufpassen oder auf die kranken Grosseltern. Das schlägt «Sophia» gleich selber vor. Denkbar wäre auch ein Einsatz an einer Hotel-Rezeption, oder als Begleiterin von einsamen Menschen in Pflege- und Altersheimen.

Das Fazit: So sieht sie also aus – eine durch und durch digitalisierte Welt, in welcher vermehrt Menschen durch Maschinen ersetzt werden können.