Zum Inhalt springen

Header

Eine Frau schaut beim Gehen auf ihr Smartphone.
Legende: Für den digitalisierten Alltag bieten sich immer neue Möglichkeiten. Keystone
Inhalt

Wirtschaft Im Zahlungsverkehr sind neue Ideen gefragt

Rechnungen bezahlen oder schauen, was ein Hauskredit kostet: Das geht online am Computer oder am Smartphone einfacher als am Schalter. Doch gerade im Zahlungsverkehr müssen sich Banken gegen neue Wettbewerber aus der IT-Welt wie Google, Apple oder Paypal behaupten. Deshalb sind neue Ideen gefragt.

Einkaufsbummel in der Zürcher Bahnhofstrasse. Plötzlich fängt es an zu regnen. Kein Problem, sagt Michael Rogenmoser vom Banken-Software-Anbieter Avaloq. «Mein Mobile weiss, dass es jetzt gerade zu regnen beginnt und gibt mir Bescheid, dass es gleich um die Ecke von hier eine Möglichkeit gibt, einen Regenschirm zu kaufen.»

Nur ein Beispiel sei das für die neuen Möglichkeiten im durchdigitalisierten Alltag. Doch was geht das die Banken an? Viel, meint Rogenmoser am Rande einer Tagung zum Thema der Zeitung «Finanz und Wirtschaft». «Man kann damit die Bezahlung oder Kreditkartenabwicklung anbieten oder ein anderes Paymentsystem einbinden.»

Frische Ideen gefragt

Gerade im Zahlungsverkehr müssen sich die Banken gegen neue Wettbewerber aus der IT-Welt wie Google, Apple oder Paypal behaupten. Deshalb sind frische Ideen gefragt, es geht um Lösungen, bei denen die Nutzer vielleicht gar nicht merken, wie viel Banking dahinter steckt. Dies wiederum erfordert Daten über den Kunden in der Bahnhofstrasse beispielsweise, der gerade einen Schirm brauchen könnte, über seinen aktuellen Standort, aber auch über seine Kaufgewohnheiten.

Wer diese Daten hat und clever verknüpft, kommt ins Geschäft. Das ist die gute Nachricht für die Banken. Denn sie wissen viel über ihre Kunden und deren Kaufverhalten. Die schlechte Nachricht ist, dass die Datensicherheit zum Problem wird.

Michael Rogenmoser von Avaloq sagt: «Das ist eines der Hauptprobleme. Ich glaube, dass alle Unternehmen, die sich in der digitalen Welt bewegen, dieses Problem haben, nicht nur die Banken.»

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht

Für die Banken sei Sicherheit das A und O. Da werde enorm viel investiert. Aber hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht. Nicht nur die Kunden, auch die Banken müssten erst noch herausfinden, was in der digitalen Welt für beide Seiten stimmt.

«Was ist das wichtige Kundenerlebnis? Wie sieht meine Kundenbeziehung in Zukunft aus?», fragt Rogenmoser rhetorisch. Viele Banken prüfen das genau, bevor sie im Kontakt zum Kunden all das digital machen, was technisch möglich ist.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dölf Meier , Uster
    Laut Bibel wird die Endlösung sein: Jeder hat sein Mal auf dem Handrücken oder an der Stirn, ohne das er nicht kaufen und nicht verkaufen kann. Nach dem heutigen Wissensstand kann das ein Chip sein, verbunden mit dem Konto. So wird der gläserne Bürger zur Realität.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marc Büchel , Freienstein
    Ich verstehe nicht was dieser "Wir-sind-gegen-Technologie-im-Alltag-Ton" hier soll ... Ich persönlich finde Apps wie Paymit super. Geld, einfach von einem Konto, ausschliesslich anhand der Telefonnummer, auf ein anderes überweisen, kann wirklich praktisch sein. Ich habe den Eindruck, dass hier oftmals die Mentalität herrscht: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Darüber hinaus trägt zu dieser Mentalität die teilweise indifferente Berichterstattung von SRF, mit zu wenig Tiefgang, bei.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Freddy tobler , ZH
      Das es für einzelne Situationen praktisch sein kann ist unbestritten. Aber A.Huber hat das große Ganze sehr schön beschrieben. Für mich ist vor allem die finanzielle Kontrolle über politisch anderst (als nwo) denkende Gruppen am gefährlichsten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von p.keller , kirchberg
      Es geht hier eher um organisierte Massen-Verblödung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M Jaeger , Wildwil
    «Mein Mobile weiss, dass es jetzt gerade zu regnen beginnt und gibt mir Bescheid, dass es gleich um die Ecke von hier eine Möglichkeit gibt, einen Regenschirm zu kaufen.» Das ist doch toll da kann ich nur noch den Bildschirm anstarren. Viele machen das ja schon :-) Bald sagt das Handy auch wenn ich Durst oder Hunger habe, schlafen oder aufstehen soll, alles ausgelagert in die Hände eines Programmierers :-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen