Zerstörerischer Hurrikan «Irma» könnte Versicherer rund 50 Milliarden kosten

Ein komplett zerstörtes Haus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf den Florida Keys hat «Irma» für grosse Verwüstung gesorgt. Keystone

  • Die versicherten Schäden durch Hurrikan «Irma» in den USA und der Karibik könnten zwischen 32 und 50 Milliarden Dollar liegen. Das erklärte der Fachdienst Air Worldwide in einer aktualisierten Schätzung.
  • Die Münchener-Rück-Gruppe setzte aufgrund der Sturmschäden gar ein Fragezeichen hinter ihr Gewinnziel für dieses Jahr.

Die Münchener-Rück-Gruppe peilte ursprünglich einen Überschuss zwischen 2 und 2,4 Milliarden Euro an. Doch wegen der hohen versicherten Schäden in den US-Bundesstaaten Texas und Florida sowie auf den Karibikinseln steht nun im dritten Quartal voraussichtlich ein Verlust zu Buche, wie die Münchener Rück mitteilte. Das Jahresziel könnte deshalb verfehlt werden.

Auch die Ratingagentur Moody's und der weltgrösste Rückversicherer Münchener Rück gehen von erheblichen Schäden für die Branche aus. Zu den wichtigsten Rückversicherern für ausschliesslich in Florida tätige Sachversicherer zählt Moody's zufolge auch der deutsche Allianz-Konzern.

Der Wirbelsturm «Irma» war am Sonntag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über das südliche Florida hinweggezogen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • «Irma» hinterlässt riesige Schäden

    Aus Tagesschau vom 12.9.2017

    Angesichts der gewaltigen Zerstörung durch Hurrikan «Irma» läuft in der Karibik und im Süden der USA eine ausgedehnte Hilfs- und Aufräumaktion. Auch ein Krisen-Team aus der Schweiz ist in die Karibik unterwegs.