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Wirtschaft IWF: Brexit lässt Weltwirtschaft schrumpfen

Zwar sind die genauen Auswirkungen des Brexit derzeit noch schwer vorauszusagen, doch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft schon mal gesenkt. Für dieses Jahr rechnet man nur noch mit einem globalen Wachstum um 3,1 Prozent.

Eine Frau hält einen Plastiksack, auf dem die britische Flagge zu sehen ist.
Legende: Das Wachstum in Grossbritannien soll 2016 noch 1,7 Prozent betragen. Der IWF korrigierte die Zahl um 0,2 Prozentpunkte. Reuters

Ohne das Brexit-Votum hätte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft erhöht – nun aber wurden die Zahlen gesenkt.

Für dieses Jahr rechne man noch mit einem globalen Wachstum um 3,1 Prozent, teilte die Organisation mit. Bei der Schätzung im April hatte der IWF noch mit 3,2 Prozent gerechnet. Die Prognose für 2017 wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert und liegt nun bei 3,4 Prozent.

Der Brexit habe ökonomische, politische und institutionelle Unsicherheiten erheblich erhöht, heisst es. Die genauen Auswirkungen seien derzeit aber noch schwer zu quantifizieren, sagte der IWF-Chefökonom. Auch eine noch schlechtere Entwicklung sei denkbar. Die unübersichtliche Lage könne auch zu Instabilität an den Finanzmärkten führen.

Die grössten negativen Auswirkungen sehen die Ökonomen für die britische Wirtschaft.

8 Kommentare

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  • Kommentar von A Züger (zua)
    Da beschliesst britisches Volk den Brexit, d.h. man will politisch Heft wieder in eigene Hände nehmen und nicht blind sich alles von Brussel's EU-Apparat zentralistisch vorschreiben lassen. Was hat das mit wirtschaftlicher Prosperität in GB, EU oder gar Welt zu tun, solange man nicht beginnt, absichtlich mit Zöllen zu behindern, was Brexit Befürworter nie auch nur ins Auge gefasst haben. EU Reaktion lässt aber solches auf deren Seite befürchten, muss dann wohl Grund für IWF Annahme sein.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Gottseidank! Überhaupt sind die weltweiten Krisen die Chance, dass das Wirtschaftswachstum wie auch die Globalisierung zu Gunsten von kleineren Wirtschaftsräumen zurüchgebunden wird. Dieser Wahnsinn MUSS ein Ende haben!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Das Rad der Zeit können sie nicht zurückdrehen und der Kapitalismus beruht auf Wachstum.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Das stimmt nicht, Herr Planta. Kapitalismus als Konstrukt zieht nur dann (überhöhtes) Wachstum mit sich, wenn er mit Gier gepaart ist. Dass das allzuoft der Fall ist, ist ein anderes Problem. Eines, dem wir einen Riegel schieben können.
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    3. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Die Gier nach noch mehr ist eine menschliche Eigenschaft, weder Kommunismus noch Faschismus konnten sie verdrängen oder ersetzen. Auch der heute einsetzende überhöhte Nationalismus wird das nicht können.
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    4. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Doch, kann er: wenn der Gier aug globaler bzw. Europäischer Ebene der Boden untern den Füssen entzogen wird, dann ist diese um ein, zwei Stufen zurückgebunden. Ohne dies kennt die Gier und Machtgeilheit von Wirtschafts- und Politikexponenten kein Halten mehr! Ganz ausmerzen läss sie sich nicht, da haben Sie recht.
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    5. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Sie können höchstens Massnahmen ergreifen, dass eine breitere Bevölkerungsschicht vom Wachstum profitiert, d. h. dass mehr Leute vom Ertrag profitieren. Dies wurde seinerzeit mit der sozialen Marktwirtschaft erreicht. Damals stimmte das Umfeld hierfür, der Westen stand in Konkurrenz mit dem Ostblock. Mit dirigistischen Massnahmen erreichen sie das Gegenteil. Ich verweise auch dazu auf das Beispiel des Ostblocks. Das war am Schluss kein Sozialismus mehr sondern reiner Staatskapitalismus.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die Prognosen des Internationalen Währungsfonds sind meistens haargenau daneben. Kein Grund um nicht immer wieder falsche Prognosen abzugeben, es gibt ja noch weitere 1000 Faktoren welche die Weltwirtschaft beeinflussen und bei nicht eintreffen der Prognose, als Ausrede ins Feld geführt werden können. Ohne dafür gerade stehen zu müssen, kann jeder und jedes eine unverbindliche und falsche Prognose wagen! Ich habe das Gefühl, es ist eher Propaganda als Prognose.
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