Kein Kauf in der Schweiz Johnson & Johnson will Actelion doch nicht übernehmen

Das Gebäude von Actelion in Allschwil. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wird nicht vom US-Konzern Johnson & Johnson übernommen: Sitz von Actelion in Allschwil/BL. Keystone

  • Man habe die Gespräche mit der Baselbieter Firma Actelion über eine Übernahme beendet, teilt der US-Konzern Johnson & Johnson mit. Actelion bestätigte dies.
  • Laut Johnson & Johnson konnte man keine Vereinbarung erzielen, die für die eigenen Aktionäre einen Mehrwert bedeutet hätte.
  • Die Übernahme von Actelion, dem grössten Biotechunternehmen Europas, hätte gemäss einem Insider ein Volumen von rund 27 Milliarden Dollar gehabt.
  • Actelion teilte mit, man sei «im Gespräch mit einer weiteren Partei bezüglich einer möglichen strategischen Transaktion». Nähere Angaben machte das Unternehmen nicht.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Alte Mittel in neuen Therapien – Wirksam, aber wenig lukrativ

    Aus Puls vom 5.12.2016

    Der St. Galler Forscher Christoph Driessen versucht Medikamente neu für die Krebstherapie zu nutzen, die seit Jahren erfolgreich gegen andere Krankheiten eingesetzt werden und daher sicher sind. Eine frühere HIV-Pille beispielsweise schaffte es, in der Therapie von Knochenmarkkrebs die gefürchtete Resistenzbildung gegen die Standardmedikamente aufzuheben. Das wahrscheinlich grosse Therapiepotenzial «alter» Medikamente für die moderne Medizin wird ansonsten jedoch kaum erforscht: Für die Pharma-Industrie ist die Entwicklung neuer und teurer Medikamente lukrativer.

  • Big Pharma, Big Data, Big Money

    Aus Trend vom 24.9.2016

    Die Digitalisierung hält auch in der Pharmabranche Einzug. Die enormen Mengen an Gesundheitsdaten, die zur Verfügung stehen, erlauben es der Pharma-Industrie, Krankheiten besser zu verstehen und entsprechende Medikamente zu entwickeln. Das kann gut sein für unsere Gesundheit.

    Versicherungen und Gesundheitsbehörden verfolgen die Entwicklung aber mit Argusaugen. Sie befürchten, dass die neuen Medikamente und Therapien zu einem massiven Kostenschub führen.

    MASSIMO AGOSTINIS