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Wirtschaft Kein übertriebener Druck auf Finanzchef

Der damalige Verwaltungsratspräsident Joe Ackermann war nicht schuld am Selbstmord des Finanzchefs der Zurich-Versicherung. Dies besagt ein Bericht des Unternehmens.

Der Untersuchungsbericht zum Selbstmord des Finanzchefs der Zurich Insurance Group entlastet die Führung des Konzerns und insbesondere den zurückgetretenen Verwaltungsratspräsidenten Joe Ackermann.

Es seien keine Hinweise zum Vorschein gekommen, dass auf Pierre Wauthier vom VR-Präsidenten oder irgendeinem anderen Entscheidungsträger «ungebührlicher oder unangemessener Druck» ausgeübt worden ist. Dies schreibt die Zurich.

Auch finanzielle Berichterstattung in Ordnung

Eine zweite Untersuchung zur Finanzberichterstattung des Versicherungskonzerns habe ebenfalls keine Unregelmässigkeiten ergeben. Die Darstellung der Finanzkennzahlen sei angemessen gewesen.

Finanzchef Pierre Wauthier hatte Suizid begangen und laut Familie in seinem Abschiedsbrief den damaligen VR-Präsidenten Joe Ackermann schwer belastet.

Zwei Untersuchungen eingeleitet

Die Finma hat nach dem Freitod von Pierre Wauthier zwei Überprüfungen eingeleitet. Es sind zahlreiche Dokumente und Geschäftskorrespondenz ausgewertet sowie Personen aus dem Arbeitsumfeld von Pierre Wauthier befragt worden.

«Wir sind noch immer zutiefst betroffen und traurig über den Verlust von Pierre Wauthier und können uns seine Beweggründe für den tragischen Entschluss nicht erklären», sagte Tom de Swaan, Zurich-Verwaltungsratspräsident und Nachfolger von Joe Ackermann.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Joe Ackermann war zweifellos eine (Schweizer) Koryphäe, er war auch der Saubermann schlechthin, und als bedeutenster 'Deutscher Finanzverwalter' repräsentierte er eine Zeitlang auch so etwas wie das Zentrum der DE Macht. Mich störte eher manchmal sein omnipräsentes, strahlendes Lächeln, aber er war halt auch ein Meister der Gestik. Trotzdem, ich war eigentlich nicht sehr verwundert, dass er später relativ sang- und klanglos das DE Bankenfeld räumte, mit Hinterlassenschaften, die Fragen aufwerfen
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    1. Antwort von Rolf Künzi, Wintethur
      Die Grossfirmen arbeiten leider nach einem Maximum Prinzip und nicht nach einem Optimum Prinzip. Es gibt zu viele zwanghafte Perfektionisten in solchen Betrieben, gepaart mit zu viel Macht kann das tödlich sein. Für die Firmen und für die Menschen. Wenn gut nie gut genug ist Wie man sich gegen Perfektionisten wehrt Orell füsslie Verlag
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