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Wirtschaft Klagen wegen Antibaby-Pille kosten Bayer Milliarden

Aussergerichtliche Vergleiche statt jahrelanger Prozesse: Bayer greift für den Kompromiss mit Tausenden US-Klägerinnen tief in die Tasche. Doch nicht alle werden entschädigt.

Im Streit um gesundheitliche Folgen seiner Antibabypillen Yaz und Yasmin hat Bayer sich in den USA auf weitere Vergleiche geeinigt. Bayer habe sich ohne Anerkennung einer Haftung mit insgesamt 4800 Klägerinnen verglichen und dafür rund eine Milliarde Dollar gezahlt, teilte der Konzern mit.

In den USA währt die gerichtliche Auseinandersetzung um Thrombose-Gefahren von Antibaby-Pillen, die Drospirenon enthalten, schon Jahre. Zu diesen Produkten zählen auch die Bayer-Mittel.

Antibaby-Pillen bringen Milliardenumsatz

Insgesamt waren in den USA bis zum 12. Februar noch etwa 13'600 gerichtliche und aussergerichtliche Ansprüche offen. Bayer schliesst nur Vergleiche ab mit Klägerinnen, bei denen gefährliche Blutgerinnsel, etwa Venenthrombosen oder Lungenembolien, aufgetreten sind.

Die Antibaby-Pillen gehören zu den umsatzstärksten Präparaten von Bayer. Mit den vom zugekauften Schering-Konzern übernommenen Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin setzte Bayer 2012 weltweit 1,27 Milliarden Franken um.

Die Präparate sind auch in der Schweiz in die Kritik geraten, weil sie die Gefahr von Thrombosen erhöhen. «10vor10» schilderte 2009 einen entsprechenden Fall und fachte damit eine breite Diskussion an.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von R.Niederberger, Dulliken
    Eigenartig, dass noch nicht aussergerichtliche Zahlungsvereinbarungen für Opfer des Drogenkonsums geleistet werden.Immerhin richten Drogen noch viel grössere menschliche und wirtschaftliche Schäden an und destabilisieren ganze Staaten.Die Milliarden schweren Drogenbarone treten weltweit als Saubermann-Investoren auf und machen aus ihrem dreckigen Geld noch mehr Geld.Sie könnten doch auch ein bisschen Kompensationszahlungen leisten für das Leid das sie verursachen.Adresse des Haupsitzes ist:
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  • Kommentar von R.Meyer, Winterthur
    Möglicherweise hätte hier eine Abtreibung ein weniger langes Leidens verursacht. Ein hoher Preis für "lustvolle" Momente. Trägt der "Gegenpart" (Mann), in dieser traurigen Situation, auch seinen Anteil an der Verantwortung für die pubertären Schäferstündchen, oder gehen sie voll zu "Lasten" der Familie (Mutter) und des Mädchens? Die Pille wurde auf persönlichen Wunsch der Konsumentin, vom Arzt an sie abgegeben und von ihr eingenommen. Vergleichbare Parallele=Alkohol-,Nikotin-,Drogenkon...
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  • Kommentar von A.Kaltenbacher, Bachenbülach
    Auch Schwangerschaften können zum Tod und zu sehr schweren Schädigungen der Gesundheit führen.Bitte auch hier einmal eine Statistik veröffentlichen. Das Leben ist grundsätzlich ein Risiko.Trotzdem nimmt die Weltbevölkerung ständig zu und nimmt offenbar alles Leid, welches das Leben grundsätzlich verursachen kann, in Kauf. Offenbar können HORMONSTÜRME sämtliche Vernunft torpedieren. Wo bleibt da das logische und faktische Denken auf welches sonst unsere Gesellschaft BEHERRSCHT?
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