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Wirtschaft Kleider und Autos noch günstiger geworden

Der Landesindex der Konsumentenpreise erreichte im Juli das Mehrjahrestief von 97,8 Punkten, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) schreibt. Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich Konsumgüter um 0,6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent.

Kunden in der Kleiderabteilung eines Warenhauses  an Wühltischen mit Schilden «50 Prozent»
Legende: Der Ausverkauf machte im Juli vor allem Kleider billiger. Keystone

Die Preise für Konsumgüter wie Autos und Kleider sind in der Schweiz im Juli weiter gesunken. Im Juni hatten sich diese noch leicht verteuert. Doch nun sind die Konsumentenpreise so tief wie seit Oktober 2007 nicht mehr.

Grund für die noch tieferen Preise war der Ausverkauf: Im Juli mussten die Konsumenten zum Beispiel weniger Geld für Kleidung ausgeben. Bekleidung und Schuhe waren gegenüber dem Vormonat um 8,3 Prozent günstiger. Aber auch neue Autos, Heizöl und Hotelübernachtungen waren billiger.

Benzin teurer

Benzin dagegen wurde 1,1 Prozent teurer als im Vormonat. Gegenüber Juli 2014 ist der Treibstoff jedoch noch immer 11,9 Prozent günstiger. Mehr bezahlen mussten die Konsumenten zudem für Alkoholische Getränke und Tabak (+ 0,7 Prozent).

Für das sinkende Preisniveau in der Schweiz sind nach wie vor vor allem die Importgüter verantwortlich. Sie verbilligten sich wegen des starken Frankens gegenüber Juni um 2 Prozent, innert Jahresfrist um 5,3 Prozent. Rund zwei Drittel der Importe stammen aus der Eurozone. Die Euroschwäche drückt zum Beispiel die Preise für Autos und Möbel.

Die im Inland produzierten Waren kosteten im Juli 0,1 Prozent weniger als im Vormonat, waren aber vor einem Jahr noch 0,1 Prozent teurer.

8 Kommentare

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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Ich verstehe die Aufregung hier nicht ganz. Das Volk will, dass die Vermögensumschichtung weiter geht, das funktioniert am besten ohne Erbschaftssteuer, mit Pauschalsteuer, mit abflachender Progression, mit billigen Arbeitern und mit Hochpreisinsel Mieten. Schaut die letzten Abstimmungen an, das Schweizer Volk will ausgenommen werden. Der Wunsch wird umgesetzt also gibt es nichts zu jammern! Wohlstand entsteht durch Arbeit, Reichtum durch Investitionen - begreifen 70% nicht!
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die grössten Ausgaben in einem "normalo" Haushaltsbudget sind Wohnen, Steuern, Gebühren und steigende Ausgaben für Energie/ Wasser und Abwasser, Krankenkassenprämien und Mobilität. Wenn diese Dinge erst einmal bezahlt sind, dann geht bei vielen die Rechnerei los...heute ist der Spielraum enger als vor 10 Jahren, selbst wenn Autos und Kleider heute billiger zu haben sind.
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  • Kommentar von B. Rosenberg, 8493 Saland
    Hört doch endlich auf nur dem Konsumenten die Schuld zuzuschieben! Ich habe es im Detailhandel selbst hautnah miterlebt, wie es gelaufen ist. Preiskalkulation vor Wirtschaftskrise € 1.70. Nach der Wirtschaftskrise Kalkulation mit immer noch € 1.70. Der Verstand hörte da beim Detailhändler auf und die Gier begann. Ganz nach dem Motto: Ursache und Wirkung!
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