Konsumfreude der Schweizer hält sich in Grenzen

Die Konsumentenstimmung in der Schweiz bleibt weiterhin gedämpft. Der entsprechende Index verharrte in der Juli-Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) unter dem Durchschnitt.

Eine Frau steht vor der Fleischauslage eines Detailhändlers. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweizer schätzen die Wirtschaftslage relativ pessimistisch ein. Keystone

Die Konsumfreude der Schweizer verharrt unter dem langfristigen Durchschnitt. Zwischen April und Juli veränderte sich der entsprechende Index des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) nicht. Die Konsumentenstimmung liegt damit seit nun fünf Quartalen in Folge unter dem langfristigen Durchschnitt.

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Die Umfrage

Die Befragungen zur Konsumentenstimmung werden vierteljährlich bei rund 1200 zufällig ausgewählten Haushalten durchgeführt.

Die befragten Konsumenten schätzen die allgemeine Wirtschaftslage weiterhin relativ pessimistisch ein. So machen sich die Befragten auch wenig Hoffnungen, in den kommenden zwölf Monaten Geld zu sparen. Leicht gesunken ist die erwartete Arbeitslosigkeit.

Signifikant verändert hat sich einzig die Einschätzung über die Preisentwicklung. Sowohl der Teilindex zu vergangenen Preiserhöhungen, wie auch jener zu erwarteten Erhöhungen in den kommenden 12 Monaten legten deutlich zu.

Kontrast zu serbelndem Detailhandel?

Die unveränderte Konsumentenstimmung kontrastiert auf den ersten Blick mit den jüngst publizierten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zum Detailhandel, die für den Juni einen markanten Rückgang auswiesen.

Die beiden Auswertung lassen sich aber nicht direkt vergleichen. Der Konsumentenstimmungsindex zeigt indes ein breiteres Bild als die BFS-Zahlen und beschränkt sich nicht nur auf den Detailhandel. Zudem beziehen sich die Detailhandelsumsätze allein auf die Situation in der Schweiz, wogegen beim Konsumentenstimmungsindex Einkaufstourismus und Auslandbestellungen nicht zum Ausdruck kommen.