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Wirtschaft Laufen der Schweiz die qualifizierten Deutschen davon?

Gut ausgebildete Deutsche zieht es wieder vermehrt aus der Schweiz zurück in die Heimat. Grund: Die dortige Wirtschaft boomt. Die Abwanderung dürfte vor allem in den Bereichen Maschinenbau und Biotechnologie Probleme schaffen.

Ein Zügelwagen an der Freiestrasse in Zürich.
Legende: Ab nach Hause: Hochqualifizierte Deutsche lockt vermehrt die Heimat. Schweizer Branchen spüren es bereits. Keystone

Mit der wirtschaftlichen Erholung ist Deutschland in den letzten Monaten als Arbeitsplatz wieder attraktiver geworden. Offensichtlich ist das bereits für etliche hochqualifizierte Deutsche ein Grund, der Schweiz den Rücken zu kehren. Erst kürzlich hat zudem das Bundesland Bayern in Zürich an einer Veranstaltung die Werbetrommel gerührt.

«Es ist noch kein Problem, aber es könnte eins werden», sagt der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, Valentin Vogt, gegenüber SRF. Grössere Rückwanderungen hält er vor allem in den Bereichen des Maschinenbaus und Life Science für möglich.

Deutsche sind praktisch

Vogt bedauert den Trend, zeigt aber Verständnis dafür, dass gewisse Menschen ihre beruflichen Perspektiven wieder vermehrt in Deutschland sehen. Der Arbeitgeber-Präsident zeigt sich zugleich zuversichtlich, dass dank der Personenfreizügigkeit auch gut qualifizierte Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern nachrücken könnten. Er räumt aber ein, dass die Integration wohl deutlich aufwendiger ist als bei den Deutschen – sowohl in sprachlicher wie auch in kultureller Hinsicht.

Vogt: Firmen werden selbst handeln

Konkrete Gegenmassnahmen gegen die Abwanderung plant der Arbeitgeberverband zurzeit nicht. Vogt geht aber davon aus, dass verschiedene Branchen aktiv werden. Indem sie etwa bei deutschen Universitäten anklopfen oder aber versuchen, ihre bewährten deutschen Arbeitskräfte zu halten.

Die Abwerbe-Aktion der Bayern in Zürich findet Vogt zwar nicht toll, aber legitim. «Selbstverständlich werden wir versuchen, Gegensteuer zu geben. Jeder Arbeitgeber ist daran interessiert, gute deutsche Mitarbeiter im Unternehmen zu behalten.»

brut;kobe

52 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Noah Dourmont, Hamburg : Das Problem ist doch, wenn man Sie als Fachkraft nicht mehr braucht in der Wirtschaft, schieb man Sie einfach ab. Meistens sind es eben doch nicht die sog. "gut oder spezifisch besonders Qualifizierten", die hier her gekommen sind. Und drei Mal dürfen Sie raten, wo diese dann nach wenigen Jahren (zuweilen nur Monaten) landen und wer dann für diese aufkommen muss. - Es heisst: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, nun kann er zum RAV....!" - So läuft das leider hier !
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Das Ist kein Geheimnis, man kann es ja im BAFS abrufen. Fast jeder zweite Sozialabhängige ist Ausländer.Die andere Hälfte, naja, man nennt sie alle Schweizer.
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  • Kommentar von Noah Dourmont, Hamburg
    Die meisten Deutschen sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, sondern wurden gezielt von schweizer Unternehmen angeworben. So wie ich! Doch der ständige unterschwellige Deutschenhass, ließ mich die Schweiz nach 2 Jahren wieder verlassen. Ausländer haben in der Schweiz unsichtbar und nicht hörbar zu sein, während sie die Arbeit verrichten, für die die Schweizer unter- oder überqualifiziert sind. Geht doch mal gegen die vor, die Dumpinglöhne zahlen und nicht gegen die, die für diese Löhne arbeiten!
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    1. Antwort von Dieter Wundrak, Frenkendorf
      Das mit dem Hass gegenüber den Deutschen, das mag von Einzelnen schon der Fall sein. Das kann auch in Deutschland passieren, wenn ein Berliner in München arbeitet. Oder auch von Familie zu Familie. Nur was ich festgestellt habe, bin heute ein Schweizer, war jedoch auch einmal ein Sudetendeutscher, überall kann es vorkommen der Hass, sogar am Arbeitsplatz. Leider ist dies früher schon so gewesen und heute wahrscheinlich nicht anders. Verstehen kann ich jedoch Leute, die dann Adieu sagen.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Weißenstadt
    Es bleibt wohl nur den Eidgenossen und das sind nicht wenige, wie aus verschiedensten Äußerungen hier ersichtlich, vorbehalten auf die helfenden Hände von Leuten die man selbst ins Land gerufen hat, zu hauen.Merke: Deutschland ist auf Leute aus der Schweiz nicht angewiesen, allerdings die Schweiz auf die Leute aus Deutschland, sie braucht sie und das sollte man hier realisieren und akzeptieren. Genauso wie die Schweiz die EU braucht, viel, viel weniger als die EU die Schweiz braucht.
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    1. Antwort von A. Hug, Zürich
      @Marcel Chauvet, Weißenstadt Völlig falsch --> Auf die vielen deutschen Lohndumping Wirtschaftsflüchtlinge, sind wir in keinster Weise angewiesen! Ich wünsche allen diesen Wirtschaftsflüchtlinge gute Heimreise und wohlergehen im Kavalleriestaat!
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    2. Antwort von Marcel Chauvet, Weißenstadt
      @Hug:Um 1:04 heute versuchen Sie schon den Leuten einen Bären aufzubinden,der allerdings so übertrieben groß ist dass keiner das glaubt. Ohne die deutschen Fachkräfte, Professoren, Ärzte,Pflegekräfte wären Sie in der CH aufgeschmissen.Sie sind nun einer der immer noch nicht begriffen hat, dass die CH an diesen Leuten mehr hat als am ganzen Schwarzgeld das man in der CH zusammengerafft hat. Wenn Lohndumping vorliegt dann sind dafür Ihre eidgenössischen Brüder verantwortlich,nicht die"Tüüdschen"
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