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Wirtschaft Lehrstellen: Sehen wollen, was man kriegt

Die Online-Lehrstellenplattform Yousty ist innert fünf Jahren zu einer der ersten Adressen für Lehrstellensuchende geworden. Sie will den Nutzungsgewohnheiten der Jugendlichen gerecht werden. Und das heisst: direkte Kontakte, Social Media und Video-Elemente.

Junge vor der Online-Plattform Yousty
Legende: Auf der Online-Plattform Yousty sollen Jugendliche möglichst viel über ihre künftige Stelle erfahren können. SRF

Dieses Jahr erwartet die Lehrstellen-Plattform Yousty erstmals über eine Million Besucher. Innerhalb eines Jahres hat es nach eigenen Angaben die Zahl jener, die auf die Website zugreifen, um 150 Prozent gesteigert. Das Start up aus Zürich zieht bei Schülerinnen und Schülern, weil es mittels Bildern, Videos, Social Media und direkten Kontakten sehr konkrete Einblicke in die Lehrfirmen ermöglicht.

Legende: Video Urs Casty über die Finanzierung von Yousty abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Vom 07.05.2015.

Yousty hat auch die Berufsbildungs-Verantwortlichen von Bund und Kantonen überzeugt. Wie «ECO» weiss, ging das Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung und Berufsberatung (SDBB), auch bekannt unter der Website berufsberatung.ch, letzten Monat eine Kooperation mit Yousty ein. Das heisst, dass auf Yousty.ch neu auch alle 90'000 Lehrstellen aufgeschaltet werden, die jedes Jahr auf der staatlichen Website zu finden sind.

Online-Schnuppern mittels Bildern, Videos und Botschaftern

Laut Yousty-Gründer und Geschäftsführer Urs Casty schreibt das Start up inzwischen schwarze Zahlen. Die Lehrstellen-Plattform mit 14 Angestellten finanziert sich bisher über 600 Lehrfirmen, die ihre offenen Lehrstellen anbieten. Die Unternehmen stellen ihre Berufe lebendig dar und informieren die Jugendlichen via E-Mail und Social Media laufend über die aktuellen Lehrstellen.

Legende: Video Urs Casty erklärt, wie Yousty funktioniert abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Vom 07.05.2015.

«Wenn man ein Hotel bucht, ist es selbstverständlich, dass man weiss, wie es dort aussieht», sagt Urs Casty. Genau dies biete die Plattform den Lehrstellen-Suchenden: Online-Schnuppern mittels Bildern, Videos und Botschaftern. Das Neue an Yousty sei, dass ein Schüler bereits in der Orientierungsphase Lernende sehe, die in diesem Beruf tätig seien, und sie zudem direkt ansprechen könne.

Umkämpfte Lernende

Für die Lehrfirmen ist Yousty eine Lösung für den stets härteren Kampf um geeignete Lehrlinge. Der Trend auf dem Lehrstellenmarkt, dass weniger Schulabgänger auf ein Überangebot von Lehrstellen treffen, wird sich laut Stefanie Bosshard vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) dieses Jahr fortsetzen. Grund dafür sind geburtenschwache Jahrgänge.

Rund 93‘000 Schulabgänger interessierten sich vor einem Jahr für eine Lehrstelle. Die Unternehmen boten 94‘500 Lehrstellen an. 8000 Lehrstellen waren Ende letzten Sommer noch offen. Besonders in der Bau-Branche und in technischen Berufen tun sich die Unternehmen schwer, geeignete Lehrlinge zu finden.

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