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Streik bei Lufthansa Lufthansa-Streik führt auch zu Ausfällen am Zürcher Flughafen

Der Lufthansa-Streik betrifft auch den Schweizer Flugbetrieb: Am Flughafen Zürich Kloten fallen sechs ankommende und sechs abgehende Flüge der Lufthansa aus. Insgesamt betrifft der Streik alleine heute rund 900 Flüge. Auch am Donnerstag wollen die Piloten streiken.

Frau steht vor Tafel, die über den Streik informiert
Legende: Die streikenden Piloten verlangen Tariferhöhungen über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Keystone

Auswirkungen des Streiks auf Flughafen Zürich: Am Flughafen Zürich fallen heute sechs ankommende und sechs abgehende Flüge der Lufthansa von und nach Frankfurt aus. Diese werden umgebucht, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Im Unterschied zur Lufthansa verläuft der Betrieb bei der Tochter Swiss normal.

Allgemeine Auswirkungen des Streiks vom Mittwoch: Der geplante Streik der Lufthansa-Piloten hat die Airline am Mittwoch zur Absage von rund 880 Flügen gezwungen. Rund 100'000 Passagiere dürften davon betroffen sein. «2124 von rund 3000 geplanten Flügen der Lufthansa Group finden statt», heisst es. Darin sind allerdings auch Flüge von Konzerngesellschaften enthalten, die nicht bestreikt werden, wie zum Beispiel Brussels, Swiss oder AUA. Die Marke Lufthansa selbst kommt auf rund 1800 Flüge am Tag.

Ausweitung des Streiks auf Donnerstag: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) weitet ihren Streik bei der Lufthansa auf Donnerstag aus. Das hat die Gewerkschaft am späten Dienstagabend mitgeteilt. Die Lufthansa reagiert mit Kopfschütteln. «Damit wird dem Unternehmen und insbesondere seinen Kunden ein weiteres Mal grosser Schaden durch die Vereinigung Cockpit zugefügt», teilt der Konzern in der Nacht mit. Ein Lufthansa-Sprecher meinte am Mittwochmorgen, es werde an einem Ersatzflugplan für Donnerstag gearbeitet.

Worum geht es? Der Anlass des Streiks sind Forderungen zum Gehalt der rund 5400 betroffenen Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert rückwirkend ab 2012 eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent im Jahr. Die Lufthansa bietet 2,5 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren.

Die jüngsten Gerichtsentscheide: Die Lufthansa versuchte den für Mittwoch geplanten Streik mit einer Eilklage beim Arbeitsgericht Frankfurt zu verhindern. Die Fluglinie beantragte eine einstweilige Verfügung gegen den Ausstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Das Gericht scheute jedoch einen Eingriff in die Tarifautonomie und lehnte die einstweilige Verfügung der Lufthansa am Dienstag ab. In der Folge kündigte der Anwalt der Airline beim Landesarbeitsgericht unmittelbar die Berufung an. Am Dienstagabend hat auch dieses Gericht die Eilklage der Lufthansa gegen den 24-Stunden-Ausstand abgelehnt.

Die Vergangenheit: Der Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft schwelt seit zweieinhalb Jahren. Die VC hat in dem laufenden Tarifkonflikt bereits 13 mal gestreikt. Die bislang letzte Runde wurde im September 2015 abgebrochen, nachdem das Landesarbeitsgericht Hessen einzelne Streikziele als rechtswidrig eingeschätzt hatte. Seitdem hatte die VC ihre Verhandlungstaktik geändert und sich auf einzelne offene Tarifthemen konzentriert. Der Anlass des aktuellen Streiks sind darum einzig Forderungen zum Gehalt der rund 5400 betroffenen Piloten. Auch andere Tarifthemen wie die Übergangsrenten sind jedoch nach wie vor ungelöst.

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