Massive Verluste bei Orascom

Die im Kanton Uri beheimatete Orascom Holding hat im ersten Quartal einen grossen Verlust erlitten. Der Gewinn sank um satte 86 Prozent. Verhandlungen mit den Banken sind angelaufen, um die tief-roten Zahlen wieder in den grünen Bereich zu hieven.

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Bildlegende: Bei Orascom blühen nur noch die Callas: Das ägyptische Unternehmen legt ein tief-rotes Quartalsergebnis vor. Keystone / archiv

Der ägyptische Immobilienentwickler Orascom Development hat im ersten Quartal 2016 wie bereits angekündigt ein tiefrotes Ergebnis vorgelegt. Der Umsatz sackte um 18 Prozent auf 61,2 Millionen Franken ab. Der Bruttogewinn brach sogar um 86 Prozent auf 3,5 Millionen ein, wie die Gruppe des ägyptischen Investors Samih Sawiris mitteilte. Unter dem Strich stand ein Verlust von 26,4 Millionen nach einem Gewinn von 3,4 Millionen Franken im Vorjahr.

Refinanzierung angelaufen

Operativ habe die Gruppe im Oman und in Montenegro zwar bessere Resultate erzielt. Diese seien aber durch Währungsverluste im Umfang von 12,9 Millionen Franken und durch die strategische Entscheidung zur Reduktion der Landverkäufe beeinflusst worden, heisst es weiter.

Neuverhandlungen für das Refinanzierungspaket mit den Banken seien auf Kurs, hiess es weiter. Im Vordergrund stehe eine dreijährige Schonfrist und die Verhandlungen sollen per Juni/Juli 2016 abgeschlossen werden, so Orascom. Ansonsten soll der strikte Kostensparkurs für die Hotels in Ägypten fortgeführt werden, während im Oman der Ausbau des Al Fanar Hotels voranschreite.