Megadeal in der Werbebranche

Die französische Publicis und das US-Unternehmen Omnicom wollen fusionieren. Der neue Konzern wäre die weltweite Nummer Eins in der Werbebranche.

Die Chefs der beiden Werbeunternehmen Maurice Levy und John Wren geben sich lachend die Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Haben gut lachen: Maurice Levy und John Wren, die Chefs der beiden Werbeunternehmen. Reuters

Die französische Publicis und die US-Omnicom wollen mittels Aktientausch ein neues gemeinsames Werbe-, Marketing- und PR-Unternehmen bilden. Es sei eine Fusion unter Gleichen, betonten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung.

«  Das ist ein Geschäft, das zwei Menschen glücklich macht, aber... »

Chef einer Werbeagentur

Die bisherigen Aktionäre sollen nach dem Abschluss des Deals jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Publicis-Chef Maurice Levy und Omnicom-Chef John Wren wollen das neue Unternehmen als gleichberechtigte Vorstandsvorsitzende führen. Durch die Fusion kommen so bekannte Werbeagenturen wie BBDO Worldwide (Omnicom) und Saatchi & Saatchi (Publicis) unter ein gemeinsames Dach.

Der Zusammenschluss könnte die zum Teil ohnehin schon gebeutelte Werbebranche weiter unter Druck setzen. Die Konkurrenz reagierte bereits mit Kritik: «Das ist ein Geschäft, das zwei Menschen glücklich macht, aber 130'000 Mitarbeiter sowie eine ganze Menge an Kunden destabilisiert und beunruhigt», sagte der Chef einer Werbeagentur.

Die neue Firma würde den Branchenriesen WPP als weltweit grösstes Werbeunternehmen ablösen. Der neue Konzern soll einen Jahresumsatz von rund 18 Milliarden Euro erzielen und an der Börse fast 27 Milliarden Euro wert sein. Doch zuvor muss die Fusion noch von verschiedenen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden – was zumindest in den USA nicht als ausgemachte Sache gilt.