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Wirtschaft Milliardendeal: Kanadier kaufen SIG

Die kanadische Investmentfirma Onex Corporation kauft den Neuhauser Verpackungskonzern SIG für rund 4,5 Milliarden Franken. Zuvor war die SIG Combibloc in neuseeländischer Hand.

Legende: Video Eine erfahrene Investorengruppe übernimmt abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 24.11.2014.

Die Übernahme von SIG Combibloc durch die Onex Corporation soll im ersten Quartal 2015 erfolgen, wie das Unternehmen mitteilte. Noch müssen diverse Behörden zustimmen.

Bei der Übernahme will Onex vorerst rund 4,5 Milliarden Franken bezahlen. Danach erfolge eine Zahlung von bis zu 210 Millionen Franken basierend auf dem Ergebnis der SIG Combibloc in den Jahren 2015 und 2016.

Raum im SIG-Hauptsitz in Neuhausen am Rheinfall
Legende: Weltweit der zweitgrösste Hersteller von Getränkekartons: SIG Combibloc Group, mit Hauptsitz in Neuhausen am Rheinfall. Keystone

Keine Abbaupläne

«Wir freuen uns zusammen mit Rolf Stangl und seinem Team die beeindruckende Erfolgsgeschichte von SIG fortzuführen», wird Nigel Wright von Onex zitiert. Ingo Büttgen, Medienverantwortlicher von SIG Combibloc bestätigt den Verkauf. In Bezug auf das Personal und die Standorte sagt er, dass es zurzeit weder Ab- noch Umbaupläne gebe.

Der von Stangl geführte Verpackungskonzern in Neuhausen am Rheinfall (SH) ist die weltweit zweitgrösste Herstellerin von Getränkekartons hinter Tetra Laval (TetraPak). Zudem baut sie Füllmaschinen für Getränke. In über 40 Ländern arbeiten nach Firmenangaben mehr als 5100 Beschäftigte für den Konzern.

Bisher in neuseeländischer Hand

SIG Combibloc gehörte seit 2007 dem neuseeländischen Konzern Reynolds von Milliardär Graeme Hart, dem reichsten Neuseeländer.

Onex ist gemäss eigenen Angaben eine der ältesten und erfolgreichsten Private Equity Unternehmen. Die Investmentfirma beschäftig weltweit 200'000 Leute.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alfred Rihs, Atenas Costa Rica
    warum verkaufen so viele Schweizer Unternehmer ihre Firma an die USA wenn sie doch ganz genau wissen dass das alle nachher schlechter wird. Denkt niemand mehr an Arbeitsplätze, Kaufkraft usw.
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Die Firma gehörte Neuseeländern, längst nicht mehr Schweizern. Nur der Name heisst noch Schweizer Industrie Gesellschaft. Und das ist Gold wert. Gekauft hat sie eine Investment-Gesellschaft, das sind Die, von Denen unsere Pensionskassen Anteilscheine besitzen, wir also quasi so auch Teilhaber sind. Auch Sie. Sie sollten daher erfreut sein, und Ihrer Pensionskasse gratulieren, an Entlassung können Sie immer noch denken, wenn's Ihnen mal passieren könnnte. Oder einfach etwas schneller arbeiten...
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  • Kommentar von d.gut, Luzern
    Ich weiss gar nicht was wir Schweizer gegen Ausländer haben. Die Schweizer Industrie etc gehören ja schon dem Ausland. Und die wollen nicht, dass wir der "bösen" EU beitreten. Wacht endlich auf!
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