Munteres Preisepurzeln – zumindest für einige

Trotz Hochpreis-Insel: Das Leben wird immer billiger. In der Schweiz purzeln die Preise. Per November sank das Preisniveau um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Das hat verschiedene Gründe.

Preisanzeige einer Discount-Tankstelle Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor allem wer regelmässig tankt, sollte am Ende des Monats mehr Geld im Portemonnaie haben, als noch vor Jahresfrist. Keystone

Starker Franken hin, Einkaufsparadies Euroraum her: In der Schweiz fallen die Preise. Per November ging das Preisniveau um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr nach unten.

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Dafür sorgen gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) drei Entwicklungen:

  • Erdölprodukte wurden 13,5 Prozent billiger
  • Neu- und Gebrauchtwagen wurden billiger, um 4,5 Prozent respektive 8,3 Prozent
  • Pauschalreisen gingen im Schnitt 3,3 Prozent günstiger über den Tisch

Generell rutschen die Preise laut BFS vor allem bei Importgütern. Diese verbilligten sich um 4,4 Prozent. Aber auch Inlandgüter wurden günstiger, wenn auch nur um 0,3 Prozent.

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Das vom BFS ermittelte Preisniveau beruht auf einem Warenkorb. Dieser setzt sich aus einer festgelegten Auswahl von Gütern und Dienstleistungen zusammen, welche den Konsum eines durchschnittlichen Haushalts widerspiegeln. Dabei machen Wohnen und Energie schon 25 Prozent aus.

Doch nicht das ganze Leben wird billiger. Die Mieten weisen normalerweise eine leicht steigende Tendenz aus. Ausser im November 2015; dann sanken sie um 0,4 Prozent – erklärbar mit den gesunkenen Hypothekarzinsen.

Nicht für alle spürbar

Und warum spürt nicht jeder Herr und jede Frau Schweizer das angeblich sinkende Preisniveau? Das hange davon ab, was die Bürger konsumieren, so das BFS.

Zigaretten werden beispielsweise immer teurer. Oder auf die oben erwähnten Produkte bezogen: Wer kein Fahrzeug kauft, nicht regelmässig tankt oder keine Pauschalreise bucht, spürt von den derzeitig vorhandenen deutlichen Preisreduktionen nichts.