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Roboterarme bauen Autokarrosserien zusammen.
Legende: Der US-Wirtschaft gehts besser. Den Menschen in den USA (noch) nicht. Keystone
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Wirtschaft Nehmen Roboter den Amerikanern die Stellen weg?

Zwar hat sich die US-Wirtschaft etwas erholt. Neue Stellen sind aber nicht in gleicher Zahl entstanden wie nach anderen Wirtschaftskrisen. Das gibt Ökonomen Rätsel auf. Liegen könnte es an den Computern, die immer besser werden und mehr können, meint Andrew McAfee.

Die US-Firmen schreiben wieder hohe Gewinne, Investitionen boomen, die Wirtschaft wächst. Die Krise scheint in den USA vorbei zu sein, wären da nicht die vielen Menschen, die noch immer keine Stelle finden. Ein Phänomen, mit dem viele Ökonomen ringen. Andrew McAfee, der bekannte US-Forscher und Ökonom, hat dafür eine Erklärung.

«Computer übernehmen immer mehr Arbeit, die vorher nur Menschen verrichten konnten», sagt der Co-Leiter des Zentrums für digitales Unternehmertum an der Elitehochschule Massachusetts Institute of Technology MIT. Beispiele hat er viele. Autos können selber fahren. Eine Software schreibt Artikel auf der Webseite der Wirtschaftszeitschrift Forbes. Programme können Sprachen übersetzen. Sie können auch Akten quer lesen und so juristische Arbeit verrichten. Maschinen werden bald fähig sein, komplexe Aufgaben zu erfüllen wie sogar die Diagnose von Krankheiten. Wenn Computer immer mehr Arbeiten übernehmen, so droht technologiebedingte Massenarbeitslosigkeit.

Diesmal könnte es anders sein

McAfee ist aber nicht der Erste, der das sagt. Seit dem Beginn der Industrialisierung wurde diese düstere Prognose immer wieder gemacht, bewahrheitet hat sie sich bisher nicht. Zwar verschwanden viele Jobs, aber neue entstanden.

Audio
USA: Roboter lassen Jobs verschwinden
aus Echo der Zeit vom 10.01.2014.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 21 Sekunden.

«Ich denke, diesmal könnte es anders sein. Die Statistiken zeigen immer deutlicher, dass die Jobs nach der jüngsten Krise nicht zurückkommen, Löhne bleiben gleich oder sinken», sagt McAfee.

In den letzten Jahren sei in der Informatik ein Quantensprung gelungen: Verstehen, antworten, kommunizieren und Muster erkennen – bis jetzt hat das die Technologie nie vermocht. Nun kann sie es plötzlich, und wird dabei immer besser. Computer dringen somit viel weiter vor in die begrenzte Welt menschlicher Fähigkeiten.

Keine Science-Fiction

Eine Welt, in der Roboter und Computer die meiste Arbeit erledigen, tönt nach Science-Fiction. McAfee denkt aber, dass er diese Welt noch erleben wird. «Wir müssen uns Gedanken machen darüber, wie wir unsere Gesellschaft organisieren, wenn Maschinen die meiste Arbeit erledigen. »

Er schlägt vor, menschliche Arbeit billiger und somit für Firmen attraktiver zu machen, indem sie weniger oder sogar negativ besteuert wird. Eine andere wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Präsident Nixon habe das bedingungslose Grundeinkommen befürwortet. Es sei damals, vor vierzig Jahren, in den USA ernsthaft diskutiert worden. «Vielleicht ist es an der Zeit, diese Idee wieder hervorzuholen», sagt McAfee.

Es brauche neue Konzepte, damit die Vorteile des digitalen Zeitalters möglichst vielen zu Gute kämen und nicht nur den wenigen Menschen, welche die Maschinen beherrschten.

Zur Person:

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Andrew McAfee ist ein bekannter US-Ökonom. Er ist der Co-Direktor der MIT Sloan School of Management. Zur Frage, wie die Informatik die Wirtschaft verändert, hat er 2009 das Werk «Enterprise 2.0.» verfasst.

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