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Wirtschaft Nestlé erzielt ein dickes Plus

Der Nahrungsmittelriese hat im vergangenen Jahr den Profit gesteigert. Der Konzern verbuchte einen Gewinn von 10,6 Milliarden Franken. Konsumenten in Schwellenländern bescherten Nestlé die guten Zahlen.

Legende: Video Dickes Plus für Nestlé im 2012 abspielen. Laufzeit 00:26 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.02.2013.

Der grösste Nahrungsmittelkonzern der Welt wächst weiter: Nestlé hat im letzten Jahr 10,6 Milliarden Franken verdient. Das sind 1,1 Milliarden Franken mehr als 2011.

Der Umsatz stieg deutlich – um 10,2 Prozent auf 92,2 Milliarden Franken. Nestlé konnte auch aus eigener Kraft zulegen: Das organische Wachstum kletterte um 5,9 Prozent. Dieser Wert spiegelt den Erfolg des Kerngeschäfts. Faktoren wie Wechselkurseinflüsse und Firmenzukäufe fallen aus der Rechnung raus. Akquisitionen führten zu einem Umsatzplus von 2,6 Prozent.

Auf die Asien-Karte setzen

Der Grund für die guten Zahlen: Vor allem Verbraucher in den Schwellenländern konsumierten mehr Produkte von Nestlé. Das organische Wachstum in Asien, Ozeanien und Afrika kletterte um 8,4 Prozent nach oben.

Der Nahrungsmittelriese will auch künftig auf Asien setzen. In ein paar Jahren will der Konzern die Hälfte seines Umsatzes dort erwirtschaften. China soll nach den USA zum zweitwichtigsten Markt aufsteigen.

Auch das Geschäft mit Trinkwasser entwickelte sich prächtig: Der Umsatz von Nestlé Waters stieg organisch um 6,4 Prozent. Starke Zahlen soll auch Nespresso geliefert haben: Nestlé spricht von weiterhin zweistelligen Wachstumsraten. Genaue Zahlen weist der Konzern für das Geschäft mit Kaffeekapseln allerdings nicht aus.

Erwartungen erfüllt

Mit dem Ergebnis erfüllte Nestlé die Erwartungen der Branchenexperten. Die von der Finanznachrichtenagentur AWP befragten Analysten hatten durchschnittlich mit einem Umsatz von 92,24 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 10,57 Milliarden Franken gerechnet.

Die Aktionäre profitieren doppelt von den Zahlen: Nestlé will die Dividende um 5,2 Prozent anheben. Zudem ist der Aktienkurs 2012 um gut 10 Prozent angestiegen.

Weiter auf Wachstumspfad wandern

Für das laufende Jahr ist Nestlé optimistisch – trotz «eines weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeldes». Wieso optimistisch? Der Nahrungsmittelriese will eigenen Angaben zufolge Wettbewerbsvorteile ausschöpfen und Wachstumschancen nutzen. Konkreter wurde Nestlé nicht. Der Konzern rechnet 2013 mit einem organischen Wachstum des Umsatzes zwischen 5 und 6 Prozent und einer steigenden Marge.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von S. Nogler, Bever
    Nestlé ist zu einem guten Teil schlicht eine Betrügerfirma! Die Armen werden ausgebeutet d.h. nicht fair bezahlt. Zudem verderben sie mit süsser Babynahrung den Geschmacksinn der Säuglinge damit diese ihr Leben Lang die Droge Zucker fressen und ihre Gesundheit ruinieren - schlicht ein Verbrechen. Zudem wird die Droge Zucker in vielen Produkten sinnlos beigesetzt. Ich boikottiere Nestléprodukte seit langem und bitte den Lesenden, dies künftig auch zu tun!
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  • Kommentar von Hans Metzger, Bubikon
    Nestlé soll Mitverantwortung tragen für den Mord an einem kolumbianischen Gewerkschafter. Justizbehörden der Kantone streiten sich über die Zuständigkeit. www.taz.de/!101062/
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  • Kommentar von Franz Rohner, Küngoldingen
    Kein Wunder: 200'000 Kindersklaven schuften für Nestle & CO. Die Kindersklaven werden krank durch die Pestizide und die Mangelernährung. Im Schokoladenland Schweiz ist der Sitz der ILO, die ein Abkommen gegen die Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen verabschiedet hatte, welches nicht eingehalten wird. Nestle und die anderen Schokoladenfirmen lehnen alle Interviews zum Thema ab. Ein Brief beweist, dass die Industrie die Kindersklaverei duldet: www.youtube.com/watch?v=V4tc-PT3FXI
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    1. Antwort von B. Muller, Mona Vale
      Danke, guter Beitrag. Habe den Link auch auf FB gestellt.
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