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Wirtschaft Neuer Siemens-Chef: «Wir sind kein Sanierungsfall»

Es gibt leichtere Aufgaben. Joe Kaeser soll den deutschen Elektrokonzern wieder auf Kurs bringen. Siemens war in der Verangenheit desöfteren durch Gewinnwarnungen und Streitigkeiten in der Führungriege aufgefallen.

Der Elektrokonzern Siemens will mit seinem neuen Chef Joe Kaeser die tiefe Führungskrise überwinden. Der Aufsichtsrat ernannte Kaeser in München zum Nachfolger des gescheiterten Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher.

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Legende: Joe Kaeser hiess früher einmal Josef Käser. Für seine internationale Karriere änderte er seinen Namen. Keystone

Löscher will sein Amt im Tagesverlauf niederlegen. Er scheide «in gegenseitigem Einvernehmen» aus dem Vorstand aus, erklärte Siemens. Löscher bedankte sich nach seinem erzwungenen Abschied in einer persönlichen Erklärung bei seinen Unterstützern. Er schliesse darin neben der Familie Siemens die Mitglieder des Aufsichtsrats ein.

Aufsichtsräte senken den Daumen

Löscher hatte immer wieder mit Pannen zu kämpfen wie die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und Verzögerungen bei der Anbindung von Windparks auf See. Massiv unter Druck geriet der 55-jährige Österreicher am vergangenen Donnerstag durch die zweite Gewinnwarnung in nicht einmal drei Monaten.

Seine Ablösung galt als ausgemachte Sache, nachdem sich die Aufsichtsräte von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bereits am vergangenen Wochenende mehrheitlich auf die Personalien verständigt hatten.

Joe Kaeser muss die vielen Probleme bei Siemens nun sehr rasch in den Griff bekommen. Nach seiner Berufung erklärte er: «Unser Unternehmen ist bestimmt nicht in einer Krise und auch kein Sanierungsfall. Wir haben uns zuletzt aber zu viel mit uns selbst beschäftigt und etwas an Ertragsdynamik gegenüber dem Wettbewerb verloren.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano , Therwil
    Der Neuer Siemens-Chef mit der Aussage: «Wir sind kein Sanierungsfall» hat recht, den Siemens ist unterdessen ein Totalschaden, durch das das Management Verantwortlich ist. Was wurde schon nicht ueber Siemens berichtet... Nunja, Siemens war mal Qualitativ, doch was heute Produziert wird...
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    1. Antwort von Hansi Dragoner , Drachenstein
      Unterlassen Sie gefälligst derartige ebenso arrogante wie ignorante Pauschalurteile. Immerhin beschäftigt das international tätige deutsche Siemens Unternehmen in der Schweiz 5.350 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 1,13 MRD. €. Hoffentlich wird da nicht das produziert was Sie Siemens unterstellen wollen. Ist auch nicht so parasitär wie die Schweiz es macht: Umsatz im Ausland erwirtschaften lassen, aber durch exzessive Steuergestaltungen in der Schweiz die Gewinne von Unternehmen besteuern.
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    2. Antwort von B. Strasser , Luzern
      @S. Sugano, Therwil: Da haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich kann Ihnen leider nur zustimmen. ...da kann dieser Dragoner vom grossen Kanton noch so täubele und trötzele:-)
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    3. Antwort von Hansi Dragoner , Drachenstein
      @Strasser: Siemens scheint wohl trotz allem großes Vertrauen in der Welt zu genießen, auch in der Schweiz wo mehrere millionenschwere Großaufträge und Projekte laufen. Wenn Sie oder Herr Sugano keine Kaffeemaschinen von Siemens mehr kaufen wollen, so wird dies natürlich zu gewaltigen Umsatzeinbußen dieses Weltkonzerns führen. Weiter dürften Sie bei Krankenhausbehandlung ohne die medizinischen Klein - oder Groß-Geräte der Firma Siemens womöglich einem baldigen Exitus letalis entgegen sehen.
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    4. Antwort von B. Strasser , Luzern
      @Dragoner vom grossen Kanton: Selbstverständlich dürfen Sie von der Vergangenheit träumen. ..umso brutaler für die Träumer, wenn Sie dann vom Traum aufwachen:-)
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