Neuster Lufthansa-Streik betrifft die Langstrecken

Piloten der Lufthansa haben ihre Arbeit zum zehnten Mal in diesem Jahr niedergelegt. Von Donnerstagmorgen bis Mitternacht fallen viele Langstreckenflüge aus.

Einze Anzeigetafel im Flughafen Frankfurt zeigt wegen des Streiks der Piolten viele gestrichene Flüge an Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erneut Ärger für Lufthansa-Passagiere: Viele Langstreckenflüge fallen aus. Reuters

Im Lufthansa-Streik ist kein Ende abzusehen. Die Vereinigung Cockpit (VC) hält am Ausstand fest, obwohl die Lufthansa am Mittwoch einen Kompromiss angeboten hat. Im Lohnstreit geht es um die von Streichung Übergangsrenten von rund 5400 Piloten bis zum Ruhestand.

Viele Maschinen sollen trotzdem abheben

Lufthansa-Passagiere müssen sich damit weiter in Geduld üben. Noch bis Mitternacht läuft die jüngste Streikwelle. Sie betrifft Langstrecken- und Frachtflüge. «Betroffen sind die Flughäfen in Frankfurt, München und Düsseldorf», sagte ein Sprecher der Lufthansa. In Frankfurt und München sollten von den ursprünglich geplanten 72 Langstreckenabflügen trotz Streik deren 35 starten.

Die Lufthansa hat im Internet eine Liste mit den gestrichenen Passagierflügen veröffentlicht. Rund die Hälfte der Langstreckenflieger soll trotz des Streiks abheben, wie das Unternehmen mitteilt.

Imageschaden und hohe Kosten

Die Streiks der Flugkapitäne kommen der deutschen Wirtschaft teuer zu stehen. Der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertags erklärte der «Bild»-Zeitung, der Schaden könne sich auf bis zu 25 Millionen Euro pro Tag belaufen. Von rund 1400 Flugausfällen während der verschiedenen Streikaktionen waren laut Lufthansa bisher 150‘000 Passagiere betroffen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Erneuter Streik bei der Lufthansa

    Aus Tagesschau vom 2.12.2014

    Beim zweitägigen Streik der Lufthansa-Piloten bleiben nicht nur Kurzstreckenjets am Boden. Neu fallen auch Langstreckenflüge aus. Die 5‘400 Piloten wehren sich mit dem Streik gegen die schlechteren Bedingungen bei der Frühpensionierung. Rund 150‘000 Passagiere sind betroffen.