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Wirtschaft Nick Hayek: «Die Smartwatch ist ein grosse Chance für uns»

Nur wenige Tage nach Apple hat Swatch ihre eigene Smartwatch präsentiert, die Swatch Touch Zero One. Gegenüber SRF erläutert Swatch-Chef Nick Hayek seine Strategie für den neuen Markt. Er sieht Swatch in einer starken Position.

An seinem Handgelenk prangt eine Swatch Touch Zero One. «Nein, eine Pizza kann ich nicht damit bestellen, aber die Uhr misst zum Beispiel meine Aufschlagskraft beim Beach Volleyball», sagt Nick Hayek, Chef der Swatch Group. Dass er mit der Lancierung am Donnerstag hinter Apple her hinkt, bereitet ihm keine schlaflosen Nächte.

NIck Hayek (links) und Susanne Brunner vom Tagesgespräch im Übertragungswagen.
Legende: Das Tagesgepräch von Susanne Brunner mit Nick Hayek wurde direkt aus dem Übertragungswagen übermittelt. Samuel Emch/SRF

«Die Swatch-Group war im Bereich der smarten Uhren Schrittmacher», sagt er und verweist auf die Tissot-Uhr, die schon 1999 über einen Touchscreen verfügt habe oder auf die Acces-Technologie, die Zugang zu Skigebieten oder Hotelzimmern verschaffte.

Smartwatch soll ein Jahr lang laufen

An dieser Führungsposition habe sich nichts geändert. Die Swatch Group beliefere zahlreiche Unternhehmen in Kalifornien und in Asien mit Komponenten für deren smarte Uhren und Mobiltelefone, bis hin zu den Batterien. «In der Miniaturisierung der Mikroelektronik und der Mikromechanik sind wir die Leader, es gibt keinen Grund für Minderwertigskeits-Komplexe».

Deshalb habe es Swatch auch nicht nötig, jetzt anderen hinterherzurennen und deren Produkte zu kopieren. Die Smartwatch von Swatch müsse eine Uhr bleiben, die schön ist und mindestens ein Jahr autonom läuft. Der Konsument und die Konsumentin wünschten kein weiteres Produkt, das noch ein Kabel zum Aufladen benötigt, ist Hayek überzeugt und spielt damit auf die Apple Watch an, die jeden Tag an die Steckdose muss.

Fehler der Siebziger Jahre werden nicht wiederholt

Dennoch steht die Befürchtung im Raum, Swatch und die Schweiz könnte mit dem Eintritt von Apple und Samsung in den Uhrenmarkt Zug verpassen, ähnlich wie das in den Siebziger Jahren geschah. Hayek sagt, diese Gefahr bestehe heute nicht.

Damals habe man den Fehler gemacht, nur auf das Luxussegment zu setzen. Zwar habe die Schweizer Uhrenindustrie über sämtliche Technologien wie etwa die batteriebetriebene Quarzuhr verfügt und zum Teil auch erfunden. Man habe es jedoch versäumt, diese Technologien in sämtlichen Preissegmenten anzubieten. Heute tue die Swatch-Group mit ihrem Uhren-Portfolio genau das.

Deshalb sieht Hayek die Konkurrenz aus den USA und aus Fernost als Chance. Es gebe noch immer viel zu viele Menschen, die überhaupt keine Uhr tragen. Die Smartwatch-Welle werde helfen, diese Leute davon zu überzeugen, sich eine Uhr ans Handgelenk zu schnallen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Claude nobs , bern
    wers braucht... ob apple, swatch oder tissot watch, eigentlich braucht heute keiner mehr ein uhr, schliesslich hat eh jeder konstant sein smartphone dabei.
  • Kommentar von Urs Heim , Zürich
    Alle machten an der Pressekonferenz lange Gesichter wegen der verzögerten Lancierung der SMH-Antwort auf die I-Watch.-Sie alle sehen nicht die genialen Hayek-Schachzug:Zuerst zeigt die Konkurez,dann machen wir es besser!-Voilà!
    1. Antwort von Reto v.Gunten , Thun
      Genau, zeigen wir es doch den Amis mit einer Plastik-Uhr! Wirklich genial.
  • Kommentar von Regina Fürst , Chur
    Nick Hayek ist Unternehmer mit Herz, Verstand, Innovation und Wortgewandtheit; genau wie es sein Vater war. Ich mochte die Art und er war für mich ein Vorbild. Weiter so, Herr Hayek! Solche Menschen wie Sie brauchen wir als Führungskraft, als CEO's! Ein Vorbild für unser Land und heutige Zeit, wo nichts als Bonus-, Profit- und Gebühren-Gier an der Tagesordnung ist - ohne eine Wertschöpfung zu vollbringen...! Weiter so! (Ich bedaure es, dass Sie nicht in die Politik einsteigen)
    1. Antwort von Beppie Hermann , Bern
      Ganz Ihrer Meinung!