Opel schliesst Werk in Bochum komplett

Ende 2014 ist Schluss. Der Autobauer macht das Werk in Bochum dicht. Opel gibt den Beschäftigten die Schuld. Sie sagten im März Nein zum Sanierungsplan.

Bei Opel kommt das Ende schneller als erwartet. Statt 2016 will der Autobauer Ende kommenden Jahres sein Werk in Bochum komplett schliessen. Auch das Zentrallager werde aufgegeben, bestätigte ein Bochumer Opel-Sprecher Medienberichte. In dem Warenverteilzentrum seien rund 420 Mitarbeiter beschäftigt. Von dem Lager aus werden Händler in ganz Europa mit Ersatzteilen beliefert. Damit erhöht sich nun die Zahl der Betroffenen auf rund 3700.

Das Aus für das Lager sei Folge des Neins der Bochumer Beschäftigten zum Sanierungsplan, sagte der Sprecher. Der von den Mitarbeitern im März abgelehnte Tarifvertrag sah neben der Autoproduktion bis Ende 2016 einen Ausbau des Logistikzentrums vor.
 
Opel hat in Bochum drei Standorte. In Werk I werden Fahrzeuge gebaut, in Werk II Getriebe gefertigt, die auch an andere Opel-Fabriken gehen. Dort sind noch rund 3200 Menschen beschäftigt. Das Lager in Werk III ist nach Angaben des Sprechers ausgelagert und wird seit 2006 von Opel mit einem Partnerunternehmen betrieben.