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Pilotenstreik in Deutschland Piloten-Gewerkschaft lehnt Angebot der Lufthansa ab

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnt das jüngste Tarifangebot der Lufthansa ab. Das sagte ein Sprecher am Freitagabend. Mit Rücksicht auf die Kunden werde es aber am Sonntag keinen Streik der Piloten geben.

Flugzeuge der Lufthansa
Legende: Am Sonntag sind die Lufthansa-Maschinen wieder in der Luft. Reuters
  • Die Piloten-Gewerkschaft lehnt das Angebot der Lufthansa ab. Dieses enthielt unter anderem höhere Gehälter und Jobgarantien.
  • Für den Samstag wurden 137 Flüge abgesagt.
  • Am Sonntag wollen die Piloten aus Rücksicht auf die Kunden nicht streiken.

Die seit drei Tagen streikenden Piloten der Lufthansa lehnen das neue Tarifangebot ihres Unternehmens ab. Dies verkündete ein Sprecher der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Freitagabend. Das Angebot sah um 4,4 Prozent höhere Vergütungen, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern sowie die Zusage von Neueinstellungen vor.

Auch alle anderen Tarifthemen wie die Betriebs- und Übergangsrenten sollten in neuen Verhandlungen gelöst werden – möglicherweise mit Hilfe eines Mediators, wie die Personalchefin der Lufthansa, Bettina Volkens, zuvor erklärt hatte.

Lufthansa hofft

«Unsere grossen Differenzen in den gescheiterten Verhandlungen zum Vergütungstarifvertrag resultieren offensichtlich auch aus unterschiedlichen Auffassungen über die künftige Weiterentwicklung des Konzerns», meinte Lufthansa-Managerin Volkens. «Aus Gesprächen mit unseren Piloten wissen wir jedoch, dass es ihnen auch um viele andere ungelöste Tariffragen geht» – nicht nur um die Vergütung.

Zuvor hatten die Mitglieder der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in ihrem seit Mittwoch laufenden Ausstand noch einmal den Druck auf das Unternehmen erhöht. Ein Ende des Arbeitskampfes sei nicht absehbar, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg. Es gebe kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik.

137 Flüge am Samstag abgesagt

Für den Samstag sagte die Lufthansa 137 Flüge ab, darunter 88 Interkontinental-Verbindungen. Betroffen seien rund 30'000 Passagiere, so dass sich die Gesamtzahlen für diese 14. Streikrunde der Piloten auf 2755 ausgefallene Flüge mit 345'000 betroffenen Kunden steigern.

Gleichwohl kann die Lufthansa-Gruppe am Samstag 2863 von 3000 geplanten Flügen anbieten. Flüge der Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti werden am Samstag erneut nicht bestreikt. Am Sonntag wollen die Piloten aus Rücksicht auf die Kunden wieder fliegen. Am Freitag fielen wegen des Streiks 830 Lufthansa-Flüge aus.

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