Pilotenverband will gegen Swiss klagen

Der Verband ist dagegen, dass Regionalpiloten bei Langstreckenflügen zum Zug kommen. Er wirft der Swiss Vertragsbruch vor und will vor Gericht gegen die Airline vorgehen.

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Bildlegende: Nach den gescheiterten Verhandlungen wollen die Piloten auf gerichtlichem Weg gegen die Airline vorgehen. Keystone

Die Drohung hat schon lange im Raum gestanden, nun will sie der Pilotenverband wahr machen – und gegen die Swiss klagen. Die Mitteilung kommt, nachdem die Verhandlungen zwischen der Airline und dem Pilotenverband Aeropers gescheitert waren. Der Langstreckenpilotenverband wirft der Swiss Vertragsbruch vor. Dies, weil die Fluggesellschaft neue Langstreckenflugzeuge künftig auch von Regionalpiloten fliegen lassen will.

Damit verletze die Swiss gegen die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages, erklärte Aeropers in einer Medienmitteilung und bestätigte damit eine entsprechende Meldung des «Blicks».

Man habe das Management in den letzten Wochen mehrfach auf diese Verletzungen hingewiesen, hiess es weiter. Leider habe dieses die von Aeropers vorgebrachten Lösungsvorschläge abgelehnt und dem Verband keine andere Wahl gelassen, als die Gerichte anzurufen, liess sich Aeropers-Präsident Rolf Odermatt zitieren.

Aus den Medien von Klage erfahren

Die Swiss hatte am Montag wegen «unüberbrückbaren Differenzen» die Kündigung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) per Ende November 2016 ausgesprochen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda liess die Fluggesellschaft lediglich verlauten, den GAV eingehalten zu haben und ihn auch künftig einzuhalten. Von der Klage habe die Swiss aus den Medien erfahren. Allerdings sei dieser Schritt nicht überraschend, da die bereits erfolgte Ankündigung gerichtlicher Schritte durch den Aeropers-Vorstand ein Grund zur Kündigung des GAV gewesen sei.