Postchefin: «Wir müssen jedem ein Postkonto anbieten»

Auch die Postfinance hat US-Kunden – das exponiert auch sie im Steuerstreit mit den USA. Postchefin Susanne Ruoff verteidigt sich im «ECO»-Interview: Die Postfinance sei per Gesetz gezwungen, Personen, die in der Schweiz leben, ein Konto zu eröffnen – auch US-Amerikanern.

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Postchefin Susanne Ruoff über US-Kunden

2:03 min, aus ECO vom 10.6.2013

Die Postfinance hat 6000 «US-Persons» unter ihren Kunden. «Wir wollen und müssen jedem, der in der Schweiz domiziliert ist, ein Postkonto anbieten», sagt Postchefin Susanne Ruoff im «ECO»-Studio – also auch Personen mit US-Pass. Diese Verpflichtung gehe auf den Grundversorgungs-Auftrag im Postgesetz zurück. Wie viel Geld die Postfinance von «US-Persons» verwaltet, verrrät Ruoff nicht.

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Susanne Ruoff in Interlaken

Susanne Ruoff in Interlaken

Reto Lipp führte auch am Swiss Economic Forum ein Gespräch mit der Postchefin. Zum Interview.

Untersuchungen – «wie alle anderen»

Die Kunden mit Verbindung zu den USA könnten für die Postfinance im Steuerstreit zur Hypothek werden. Wie sie zur Annahme der «Lex USA» steht, wollte die Postchefin nicht kommentieren – auch nicht, ob sie mit einer allfälligen Busse rechnet.

«Wir lassen jetzt die Politik die ganze Information aufarbeiten, um eine Lösung im Steuerdeal zu erzielen», so ihr Kommentar. Sie bestätigt aber, dass auch ihr Unternehmen im Moment die Sachverhalte untersuche – «wie alle anderen».