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Defekte Airbags: Millionen Fahrzeuge müssen zur Kontrolle
Aus Tagesschau vom 20.05.2015.
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Wirtschaft Rekord-Rückruf wegen mangelhafter Airbags in den USA

Schadhafte Airbags zwingen den japanischen Autozulieferer Takata in den USA zur grössten Rückrufaktion des Landes. Betroffen sind 34 Millionen Fahrzeuge. In Europa wird es keine solche Aktion geben, ist Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer überzeugt.

Unter dem Druck der US-Verkehrsaufsicht räumte das japanische Unternehmen Takata Gefahren bei insgesamt 33,8 Millionen Fahrzeugen ein. Sie sollen zurück in die Werkstätten. Elf Autohersteller sind vom Rückruf betroffen, teilte die Behörde mit. Takata stellt weltweit jeden fünften Airbag her.

Verkehrsminister Anthony Foxx sprach vom wohl komplexesten Rückruf der US-Geschichte. Es müssen in den USA nun mehr Autos in die Werkstätten zurück als jemals zuvor.

Keine grosse Rückrufaktion in Europa

Von der Panne beim Zulieferer sind zahlreiche Auto-Hersteller wie Toyota, Nissan, Honda, Ford und Chrysler betroffen. In Deutschland ist BMW der einzige Hersteller, der diese Airbags eingebaut hat. Laut Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hat BMW bereits die betroffenen Autos zurück in die Werkstatt beordert.

«Eine grosse Rückrufaktion wie in den USA wird es in Europa nicht geben», sagt Dudenhöffer zu SRF News. Bei der EU gebe keine gesamteuropäische Aufsichtsbehörde. Die Kompetenzen für die Rückrufe liege einzig bei den einzelnen Mitgliedsstaaten. Bislang habe noch niemand reagiert.

Nicht die ersten Probleme mit Takata

Takatas Airbags machen schon länger Probleme: Wegen Verarbeitungsmängeln können sie unvermittelt auslösen und Teile der Metallverkleidung sprengen. Zahlreiche Auto-Hersteller wie Toyota, Nissan, Honda, Ford und Chrysler sind von der Panne beim Zulieferer betroffen. In Deutschland ist BMW der einzige Hersteller, der diese Airbags eingebaut hat.

Die Behörden gehen inzwischen von mehr als 100 Verletzten und mindestens sechs Todesopfern im Zusammenhang mit den Airbagproblemen von Takata aus. Seit 2013 wurden in den USA bereits etwa 17 Millionen Fahrzeuge von Autoherstellern zurückgerufen, diese Zahl wird sich nun noch einmal fast verdoppeln.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Muchenberger , Büren
    Wieso nur Rückruf in Amerika? Sind diese Airbags nur, bei den betroffenen Herstellern bzw. Fahrzeugen, in den USA verbaut?
    1. Antwort von C. Szabo , Thal
      In den USA sind Schadenersatzforderungen gegenüber "Tätern" viel grösser. Vor allem bei ausländischen Firmen kennen die US-Anwälte keine Grenzen. In Europa sind "Schäden" an Personen viel günstiger. Industrieprodukte (vor allem Massenware wie Autos) können nicht 100%ig sicher sein. Das widerspricht der Wirklichkeit. Systematische Fehler durch unsichere, teilweise defekte Bauteile sind etwas anderes. Da haben die Qualitätskontrollen nicht gegriffen.
    2. Antwort von Alois Wutz , Gerlafingen
      @P.M.: Lesen Sie doch den Artikel nochmals aufmerksam durch, dann ist Ihre Frage beantwortet...