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Christoph Franz zur Frauenquote
Aus ECO vom 22.12.2014.
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Wirtschaft Roche-Präsident ist «kein Freund von Frauenquoten»

Christoph Franz sagt, er hätte gerne mehr Frauen im Verwaltungsrat. 2015 kommen aber zwei Männer hinzu. Der Roche-Präsident habe Frauen auf dem Radar gehabt, aber sie seien nicht so kurzfristig verfügbar gewesen. Von der Frauenquote, die der Bundesrat einführen will, hält der Deutsche nicht viel.

Nur zwei von zehn Roche-Verwaltungsräten sind Frauen. An der Generalversammlung im März 2015 will der Basler Pharma-Konzern das Gremium erweitern – um zwei weitere Männer.

Verwaltungsrats-Präsident Christoph Franz verteidigt im Interview mit «ECO» dieses Vorhaben. Er habe sich engagiert und umgeschaut, ob man für diese Profile qualifizierte Frauen finden könne. Er habe sie auch gefunden, «aber die Kandidatinnen waren schon an anderer Stelle vergeben und konnten sich nicht so kurzfristig verfügbar machen». Dies bleibe für Roche künftig eine wichtige Aufgabe.

Bei Lufthansa Frauenanteil deutlich erhöht

Mit dem männerdominierten Gremium ist Roche weit entfernt von den Idealvorstellungen, welche der Bundesrat offenbar hat. Dieser will für börsenkotierte Firmen eine Geschlechterquote von 30 Prozent – sowohl in der Geschäftsleitung als auch im Verwaltungsrat. Ende November hat der Bundesrat eine entsprechende Revision des Aktienrechts in die Vernehmlassung geschickt.

Roche verfehlt diese Vorgabe nicht nur im Verwaltungsrat (aktuell: 20 Prozent, nach der GV 2015: 16,6 Prozent), sondern auch in der Konzernleitung. Dort sind zwei von elf Mitgliedern Frauen: 18 Prozent. Dennoch wehrt sich Christoph Franz gegen das bundesrätliche Ansinnen: «Ich bin kein Freund von Frauenquoten».

Er sei aber ein aktiver Förderer von Frauen in Führungsfunktionen. Nicht erst bei Roche, sondern schon bei der Lufthansa, deren Chef er vor dem Wechsel nach Basel war: «Da habe ich mit null Prozent Frauen in der Geschäftsleitung angefangen und mit 40 Prozent aufgehört», so Franz.

Christoph Franz

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Seit März 2014 präsidiert der 54-Jährige den Verwaltungsrat von Roche. Zuvor stand Christoph Franz an der Spitze der Lufthansa, nachdem er die Swiss saniert hatte. Vor dem Luftverkehr stand die Schiene im Zentrum seiner Tätigkeit: Er hatte die Abteilung «Reise & Touristik» der Deutschen Bahn geführt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Derweilen , Zürich
    Ich finde es störend, dass die Quote bei erfolgreichen Firmen eingeführt werden soll. Das hört sich ganz klar nach Rosinenpickerei an.
  • Kommentar von Carl Hebeisen , Bronschhofen
    Christoph Franz gehört noch zu den Männer, für die Frauen noch zum Gebrauchen da sind. Ganz sicher ist er aber ein Freund von hohen Salären und Bonis.
  • Kommentar von fritzmustet , zurich
    Die Frauenquote treibt die Gleichstellung ad absurdum. Mit einer Quote würden von Frauen in Führungspositionen begangene Fehler in der boulevard Presse ausgeweidet, als Folge würde im Gesellschaftsdenken die WAHRE Gleichstellung länger brauchen um sich zu etablieren. Das gleiche wie immer....Die Gesellschaft wird vom System gebremst, bis das System überholt wird.